Фото: belta.by
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Russland vorgeschlagen, die Kräfte im Bereich der Biotechnologien zu bündeln. Gemeint ist die Zusammenarbeit der Belarussischen Nationalen Biotechnologischen Körperschaft (BNBK) mit russischen Branchenunternehmen. Das erklärte das Staatsoberhaupt am 27. Juli bei einem Treffen mit dem bevollmächtigten Vertreter des Präsidenten Russlands im Föderalen Zentralbezirk, Igor Schtschogolew.
Es wurde darauf hingewiesen, dass Igor Schtschogolew während seines Besuchs in Belarus die BNBK besucht habe. „Gut, dass Sie bei der BNBK waren. Ich möchte Sie bitten, uns dabei zu helfen, die Kräfte zusammenzulegen. Denn in Ihrer Region ist in dieser Richtung bereits einiges erreicht worden“, sagte der belarussische Staatsführer. „Und alles, was es in Russland in dieser Hinsicht gibt und in Belarus, das sollte im gleichen Schritt zusammenwirken.“
Das Staatsoberhaupt stellte fest, dass die BNBK in Zusammenarbeit mit China gegründet worden sei und Belarus für die Hilfe beim Bau und bei der Bereitstellung moderner Technologien dankbar sei.
Im Bereich der Biotechnologien habe es auf belarussischer Seite früher einen gewissen Rückstand gegeben, doch viele Entwicklungen aus der Sowjetzeit seien in Russland weitergeführt worden. „Wir haben das ein wenig verpasst, sind zurückgeblieben. Einiges wurde in der Sowjetunion gemacht, aber es ist in Russland geblieben – Gott sei Dank“, sagte Alexander Lukaschenko.
Der Aufbauprozess der BNBK sei nicht immer einfach gewesen, so der Präsident, doch heute führe das Unternehmen seine Tätigkeit eigenständig aus und sei bereit, gemeinsam mit Russland im Unionsstaat zu arbeiten.
Im Unternehmen seien die erste und zweite Bauphase realisiert worden, derzeit liefen die Arbeiten an der dritten Phase – einer tiefergehenden mikrobiologischen Getreideverarbeitung. „Mit Russland können wir auf dieser Basis etwas Sinnvolles auf die Beine stellen“, ist das Staatsoberhaupt überzeugt.
Die Technologien der Tiefenverarbeitung von Getreide ermöglichen die Herstellung von Produkten mit hoher Wertschöpfung, die gewinnbringend exportiert sowie für den Bedarf der heimischen Industrie genutzt werden können, ohne sie importieren zu müssen. Darauf machte Igor Schtschogolew im Verlauf des Treffens aufmerksam.
„Genau das wollen wir“, sagte Alexander Lukaschenko. „Wir wollen eine Tiefenverarbeitung. Und nicht nur von Getreide, sondern vielleicht auch von Mais.“
„Ich weiß, dass in Russland bereits gewisse Erfahrungen gesammelt wurden. Wir müssen uns zusammenschließen und gemeinsam arbeiten“, betonte der Präsident.
Auch von belarussischer Seite gebe es in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Als in Russland Probleme mit der Lieferung von Futtermitteln für die Fischzucht auftraten, habe Belarus seine Hilfe angeboten: Die Produktion solcher Futtermittel werde in der BNBK bereits auf hohem Niveau betrieben, wodurch sowohl der heimische Markt gedeckt als auch erhebliche Mengen nach Russland exportiert werden.
Einen besonderen Akzent setzte das Staatsoberhaupt auf die Entwicklung direkter Verbindungen zwischen Unternehmen und Regionen von Belarus und Russland, was es ermögliche, deren Effizienz erheblich zu steigern, die Umsetzungsgeschwindigkeit von Projekten zu erhöhen und die auf Führungsebene getroffenen Entscheidungen zügiger in die Tat umzusetzen. „Sie sehen, wir haben hervorragende Beziehungen, freundschaftliche Kontakte, aber die Bürokratie arbeitet trotzdem. Daher ist es besser, direkt zusammenzuarbeiten. Das haben wir in der Zusammenarbeit mit China und Kasachstan erkannt – wir übertragen die Erfahrungen der regionalen Zusammenarbeit“, sagte Alexander Lukaschenko.
Erst vor Kurzem habe beispielsweise das Forum für interregionale Zusammenarbeit Russlands und Kasachstans stattgefunden, bei dem die Präsidenten Wladimir Putin und Kassym-Schomart Tokajew Gespräche geführt hätten. In den Beziehungen zwischen Russland und Belarus seien derartige Veranstaltungen bereits zur Tradition geworden. „Das haben wir schon lange. Wir sind mit Russland die Wegbereiter dieser Mode“, bemerkte das Staatsoberhaupt.
Ein weiteres Beispiel sei die Zusammenarbeit mit dem Gebiet Kaluga, dessen Gouverneur der Präsident noch am selben Tag zuvor getroffen hatte. Der Austausch mit den Leitern der russischen Regionen finde regelmäßig statt. „In diese Richtung müssen wir uns bewegen – gemeinsame Entwicklung. Ich hoffe sehr, Igor Olegowitsch, auf ihre Unterstützung“, sagte der belarussische Staatsführer. „Wir müssen direkt handeln. Gut, dass Sie gekommen sind. Das ist ein guter Anfang, denn normalerweise arbeiten wir mit einer Region zusammen, doch hier haben wir bereits mehrere Regionen – noch dazu eine zentrale Region.“
Igor Schtschogolew sagte, es gebe große Perspektiven für die Zusammenarbeit mit Belarus im Bereich der Biotechnologien. Der Besuch der BNBK habe beim bevollmächtigten Vertreter des russischen Präsidenten im Zentralrussischen Föderationskreis den besten Eindruck hinterlassen. Er lobte das qualifizierte und motivierte Personal sowie die hohe Qualität der hergestellten Produkte. „Die Gewissheit ist da, dass die Ernährungssicherheit sowohl der Republik Belarus als auch des Unionsstaates auf diesem Gebiet in guten Händen liegt. Es gibt wirklich enorme Perspektiven für die Zusammenarbeit“, stimmte Igor Schtschogolew zu.
FM-Sender und –Frequenzen:
Rakitniza - 106.2 MHz
Grodna - 95.7 MHz
Swislatsch - 104.4 MHz
Geraneni - 99.9 MHz
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Mjadsel’ - 102.0 MHz