Фото: belta.by
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat am 10. April 10 Botschafter zur Entgegennahme ihrer Beglaubigungsschreiben im Palast der Unabhängigkeit empfangen.
Die Beglaubigungsschreiben wurden dem Staatsoberhaupt von Diplomaten aus Japan, Sri Lanka, Tansania, Somalia, Palästina, der DVRK, Ägypten, Ghana, Bangladesch und Algerien überreicht.
„Wir sind offen für Ihre Initiativen zum Ausbau der bilateralen Beziehungen – sei es im Handel, bei Investitionen, in Wissenschaft, Kultur, Bildung, Sport oder der Volksdiplomatie. Sie können auf allen Ebenen auf unsere Unterstützung zählen. Ich lade Sie ein, nicht nur unsere Kultur, sondern auch unsere Möglichkeiten näher kennenzulernen. Wir haben jedem Ihrer Länder etwas zu bieten. Die Türen in Belarus stehen für Sie offen. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche und fruchtbare Arbeit auf Ihrem verantwortungsvollen Posten in Belarus“, mit diesen Worten wandte sich das Staatsoberhaupt an die ausländischen Botschafter.
Traditionell sprach Alexander Lukaschenko auch über die Beziehungen Belarus‘ zu jedem einzelnen der Länder.
Über Ghana
Der Präsident betonte, dass Belarus in Ghana einen wichtigen und vielversprechenden Partner sehe.
„Wir erwarten den Präsidenten im Juni in Minsk. Wir haben einiges für die Zusammenarbeit zu bieten“, sagte Alexander Lukaschenko. „Es geht nicht nur um dringend benötigte Landtechnik, sondern auch um umfassende Lösungen zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit, die speziell auf die Bedürfnisse Ihres Landes zugeschnitten werden. Wir sind auf eine langfristige gemeinsame Arbeit eingestellt, einschließlich der Einrichtung von Servicezentren und Ersatzteillagern sowie der Ausbildung von lokalen Fachkräften.“
Über Palästina
„Die Aufmerksamkeit der ganzen Welt richtet sich in diesen Tagen natürlich auf den Nahen Osten und den Persischen Golf. Bei der Suche nach einer Lösung für den Konflikt um den Iran darf man die Palästinafrage nicht vergessen“, betonte der Staatschef.
Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass Belarus und Palästina seit vielen Jahren einen freundschaftlichen Dialog pflegen. „Mit schwerem Herzen haben wir die Ereignisse im Gazastreifen verfolgt, denen Zehntausende Palästinenser, darunter auch Kinder, zum Opfer gefallen sind. Es ist notwendig, eine vollständige Beendigung der Gewalt zu erreichen und die Möglichkeiten für die Lieferung humanitärer Hilfe in die Region zu erweitern“, sagte der Präsident.
Über Ägypten
„Belarus und Ägypten verbinden traditionell freundschaftliche Beziehungen. Es haben sich vertrauensvolle Kontakte auf höchster Ebene entwickelt“, sagte das Staatsoberhaupt.
Alexander Lukaschenko erwartet vom ägyptischen Botschafter aktive Unterstützung bei der Entwicklung von Geschäftsbeziehungen und der Steigerung des Handelsumsatzes. „Dafür gibt es sowohl Potenzial als auch Instrumente, einschließlich der gemeinsamen Handelskommission“, bemerkte der Präsident.
Über Sri Lanka
„Die Beziehungen zu Sri Lanka sind ein Beispiel dafür, was die Zusammenarbeit mit Belarus im Bildungsbereich Ihren Ländern bringen kann. Jeder fünfte Arzt in Sri Lanka hat ein belarussisches Hochschulstudium abgeschlossen. Vor dem Hintergrund dieser erfolgreichen Erfahrung laden wir nicht nur zu medizinischen, sondern auch zu ingenieurwissenschaftlichen, agrarischen, geisteswissenschaftlichen und anderen Fachrichtungen bei uns zum Studium ein“, so der Präsident.
Über Japan
„Belarus war stets und bleibt an der Entwicklung konstruktiver, gegenseitig vorteilhafter Beziehungen zu Japan interessiert. Und alles hängt hier nur von Japan ab. Dem Wachstum des Vertrauens zwischen unseren Ländern hat traditionell die Umsetzung von Projekten im humanitären Bereich gedient“, sagte der Präsident.
Er erinnerte daran, dass die belarussische Seite nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima humanitäre Hilfe geleistet habe und Kinder aus Japan zur Erholung nach Belarus gekommen seien. Darüber hinaus hätten mehr als 400 japanische Spezialisten Belarus besucht, um die Erfahrungen bei der Bewältigung der Folgen von Tschernobyl zu studieren.
Über Algerien
„Erst vor kurzem, im Dezember des vergangenen Jahres, habe ich Algerien zum ersten Mal besucht. Wir haben mit Präsident Tebboune vereinbart, das bilaterale Handelsvolumen bis Ende 2027 auf die Marke von 500 Millionen Dollar zu bringen. Das ist eine ehrgeizige, aber erreichbare Aufgabe. Darüber hinaus werden gemeinsame Produktionen von belarussischer Technik, Babynahrung, Mineraldünger und anderem in Algerien geschaffen“, so das Staatsoberhaupt.
Der Präsident betonte, dass Belarus insgesamt Afrika besondere Aufmerksamkeit schenke und gezielt die Intensität der Zusammenarbeit mit diesem Kontinent der Zukunft ausbaue und das selbstverständlich im Interesse der afrikanischen Völker tue.
Über Somalia
Das Staatsoberhaupt wies darauf hin, dass Somalia derzeit eine neue Periode seiner Geschichte durchlebe. Nach Jahrzehnten der Konflikte werde die Struktur der Staatsmacht wiederhergestellt. Es würden Maßnahmen ergriffen, um den Lebensstandard der Bevölkerung zu erhöhen.
„Wir sind bereit, bei dieser wichtigen Arbeit unsere Hilfe anzubieten. Wir produzieren Waren, die das somalische Volk braucht und die zur Gewährleistung seiner Ernährungssicherheit beitragen können“, sagte Alexander Lukaschenko.
Über Tansania
„Belarus sieht in Tansania einen zuverlässigen, vielversprechenden Partner in Ostafrika. Die Grundlage dieser Zusammenarbeit kann und muss die Wirtschaft sein. Lassen Sie uns gemeinsam den Handel ausbauen, dessen Volumen derzeit noch sehr gering ist“, schlug der belarussische Staatschef vor.
Er erklärte seine Bereitschaft, die Arbeit zur Schaffung eines gemeinsamen Ausschusses für Handels- und Wirtschaftszusammenarbeit in kürzester Zeit abzuschließen. In Belarus erwarte man zudem den Besuch des Präsidenten der Nationalversammlung Tansanias.
Über Bangladesch
Das Staatsoberhaupt bemerkte, dass Asien derzeit die wichtigste Lokomotive der Weltwirtschaft sei und etwa 60 % des globalen BIP-Wachstums ausmache.
„Bangladesch ist unser langjähriger Partner in dieser Region. Die umfangreiche Erfahrung der bilateralen Handels- und Wirtschaftszusammenarbeit sollte der Ausgangspunkt für neue, gegenseitig vorteilhafte Projekte sein. Wir sind bereit, Spitzentechnologien in der Landwirtschaft, im Bereich des Wasserschutzes, der Abfallverarbeitung und in anderen für Sie interessanten Bereichen zu teilen“, erklärte Alexander Lukaschenko.
Über DVRK
Das Staatsoberhaupt erinnerte an seinen jüngsten Besuch in Pjöngjang, bei dem die Seiten eine grundlegend neue Phase in den Beziehungen eröffnet hätten.
„Sie können sicher sein, dass Sie zu wahren Freunden gekommen sind, die Sie niemals im Stich lassen werden. Wir sind bereit, die gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit im Interesse unserer Völker zu entwickeln und fest entschlossen, die auf höchster Ebene erzielten Vereinbarungen umzusetzen“, versicherte der belarussische Präsident.
FM-Sender und –Frequenzen:
Rakitniza - 106.2 MHz
Grodna - 95.7 MHz
Swislatsch - 104.4 MHz
Geraneni - 99.9 MHz
Braslaŭ - 107.7 MHz
Mjadsel’ - 102.0 MHz