Фото: belta.by
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bittet darum, den Verlust der Souveränität und Unabhängigkeit Moldawiens nicht zuzulassen. Dies erklärte er bei einem Treffen mit dem moldawischen Politiker und Ex-Präsidenten Igor Dodon, der derzeit den Vorsitz der Partei der Sozialisten der Republik Moldau (PSRM) innehat.
„Das klingt vielleicht nicht ganz diplomatisch. Aber ich möchte freundschaftlich eine Antwort auf die Frage nach der Souveränität und Unabhängigkeit Moldawiens hören. Wir hören in letzter Zeit sehr oft aus verschiedenen Quellen, dass Moldawien bereit sei, fast Teil eines anderen Staates zu werden. Offen gesagt, ich, der ich dein Land liebe (das weißt du gut), höre und ertrage das mit Entsetzen“, sagte der belarussische Staatschef.
„Ich will keine Banalitäten sagen, dass Souveränität und Unabhängigkeit immer teuer erkauft werden und das Wichtigste für jedes Land sind (das weißt du besser als ich), aber ich würde dich und deine Anhänger sehr bitten, auf keinen Fall zuzulassen, dass ein so blühendes, wunderbares, wenn auch kleines Land wie Moldawien zerstört wird. Eine solche Schönheit, die alle Belarussen in Moldawien geliebt haben, wirst du kaum auf der Welt finden. Es war ein ruhiger, friedlicher Winkel (ich denke, er ist es noch) zum Leben für die Menschen. Wir haben euch immer beneidet“, erklärte Alexander Lukaschenko.
Das Staatsoberhaupt erinnerte sich an seine Eindrücke, als er 2018 während eines Besuchs in Moldawien zusammen mit Präsident Igor Dodon auf einem Feld nahe Chișinău Mais säte: „Auf einer Anhöhe. Und da hatte ich dieses Bild vor Augen: Ich schaute von dort auf Chișinău hinab, und die Stadt lag ganz in Gärten – alles ringsum blühte, alles erblühte, die ganze weiße Stadt.“
„Und ich frage mich jetzt: Wie kann man eine solche Schönheit (und ein so fleißiges Volk noch dazu, die Moldawier, die Berge versetzen könnten) einfach jemandem überlassen oder in einen anderen Staat eingliedern? Daher denke ich, dass für dich als Patrioten und für deine Anhänger das Wichtigste ist, Moldawien für die Moldawier zu bewahren“, rief das Staatsoberhaupt zu. „Wir verstehen das. Wir sind nirgendwo willkommen. Die Erfahrung hat uns das schon gezeigt (ich will auch keine Länder nennen). Sie hat gezeigt, wie man mit uns umspringt.“
Alexander Lukaschenko betonte, dass es keine kleinen oder großen Völker gebe – alle seien gleich und großartig, besonders für die Politiker in dem jeweiligen Land. „Deshalb ist das moldawische Volk, ein leidgeprüftes Volk, das in seiner Geschichte viel durchgemacht hat, ein großartiges Volk. Man darf es nicht demütigen, herabwürdigen, in irgendetwas hineinstecken, selbst in ein sehr vielversprechendes und entwickeltes Land. Ihr habt euren Platz an der Sonne verdient. Man muss dort leben und sein Volk glücklich machen. Das ist das Wichtigste, was ich dir in Freundschaft sagen wollte, jetzt, wo wir uns treffen“, erklärte der Präsident.
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