Lukaschenko: Belarus wird sich nicht in den Krieg gegen die Ukraine hineinziehen lassen, es besteht keinerlei Notwendigkeit

Фото: belta.by


 

Belarus hat nicht die Absicht, sich in den Krieg gegen die Ukraine hineinziehen zu lassen, es sei denn, das Land wird angegriffen. So kommentierte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko die jüngsten Äußerungen und Drohungen von Wolodymyr Selenskyj.

„Was seine Aussagen betrifft, dass Belarus sich in den Krieg hineinziehen lassen wird, so habe ich dazu bereits gesagt: Wir lassen uns in den Krieg nur in einem Fall hineinziehen, und zwar wenn gegen unser Land ein aggressiver Angriff verübt wird. In diesem Fall aber heißt es nicht „hineingezogen“, sondern es heißt: Wir werden unser gemeinsames Vaterland von Brest bis Wladiwostok verteidigen, unsere beiden Staaten“, sagte Alexander Lukaschenko. „Wird man uns in einen Krieg hineinziehen, darunter in den Krieg gegen die Ukraine, so wird das nur in einem Fall geschehen – wenn man gegen uns aggressiv vorgeht. Wir haben nicht die Absicht, uns in den Krieg gegen die Ukraine hineinziehen zu lassen. Dazu besteht keinerlei Notwendigkeit – weder zivil noch militärisch.“

„Wenn er sich mit mir unterhalten oder beraten möchte oder sonst etwas – bitte sehr, wir sind dafür offen. An jedem beliebigen Ort – in der Ukraine oder in Belarus – bin ich bereit, mich mit ihm zu treffen und die Probleme der belarussisch-ukrainischen Beziehungen zu erörtern. Und vielleicht auch über die Perspektiven zu sprechen. Wir haben doch viel Gesprächsstoff mit den Amerikanern, mit den Deutschen, den Polen,  den Litauern und den Letten. Haben wir etwa kein Gesprächsstoff mit der Ukraine? ...“ fragte Alexander Lukaschenko.

Wenn er aus Kiew oder von Selenskyj bestimmte Aussagen höre, stelle er sich die Frage, welches Ziel man mit diesen Aussagen erreichen wolle, so Lukaschenko. „Will er etwa gegen Belarus einen Krieg führen? Gegen Russland und Belarus? Sicherlich nicht. Ich weiß, was die ukrainischen Militärs dazu denken. Sie brauchen keine zusätzliche Front. Dann stellt sich die Frage: Warum erpressen sie uns und betreiben Eskalation in unsere Richtung? Erstens: Die Europäier treiben sie dazu an. Sie sehen, dass wir mit den Amerikanern einen Dialog führen. Das ist nicht jedem von ihnen recht. Deshalb sagen sie, was Selenskaj zu sagen hat. Wolodymyr Selenskyj muss solche Dinge aussprechen. Das gefällt ihm offenbar. Wir reagieren darauf nicht. Aber er möchte, dass wir darauf reagieren.“

„Ich mache mir keine Sorgen darüber, dass sie in der Ukraine mit unseren „Übergelaufenen“ Kontakt aufnehmen und sie zu ihren Zwecken nutzen. Das ist ein Element von Erpressung und Einschüchterung. Das bringt mich nicht aus der Fassung. Sie wissen doch, dass ich auf Erpressung und Einschüchterung nicht reagiere“, fügte der Staatsführer hinzu.

Alexander Lukaschenko betonte, dass man in Belarus weiß: „Das ukrainische Volk will keinen Krieg gegen das belarussische Volk. Und wir werden alles dafür tun, dass es zu diesem Krieg nicht kommt. Von unserer Seite können Sie ganz sicher sein: Wir haben nicht die Absicht, uns in einen Krieg gegen der Ukraine hineinziehen zu lassen. Aber wir schätzen die Lage ein, unsere Streitkräfte sind aus ihren ständigen Standorten verlegt worden. Haben wir das nötig? Ja, die Soldaten üben. Aber sie wären besser in den Kasernen. Ruhig, still, nach Dienstordnung. Aber wir müssen eben auf der Wache sein. Das ist unser Schicksal.“

Der Präsident stellte außerdem fest, dass der Krieg derzeit „an vorderster Front“ in den Medien geführt werde. „Ich versichere Ihnen: Wir haben keinerlei Wunsch und auch keine Notwendigkeit, gegen unsere direkten Nachbarn einen Krieg zu führen“, sagte der Staatschef vor Journalisten.

Alexander Lukaschenko sagte, er habe auch ausländische Gäste in dieser Absicht versichert. „Wir zeigen nicht alles. Kürzlich waren hochrangige Persönlichkeiten aus weit entfernten Ländern hier. Sie verstehen uns und unterstützen im Prinzip unsere Position. Ich sagte ihnen ebenfalls: Leute, macht euch keine Sorgen. Wir wollen weder die Deutschen noch die Briten noch die Franzosen angreifen. Wir werden verantwortungsvolle Menschen sein. Ich bin völlig sicher, dass der russische Präsident dieselbe Position vertritt. Ich weiß das ja ganz genau“, erklärte der Staatschef.

 
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Hallo liebes Radio und ALLES GUTE zum 34.Geburtstag der deutschen Redaktion. So lange kenne ich Radio Belarus noch gar nicht, aber wenn Du liebe Jana und liebe Elena die nächsten 34 Jahre hier weiterhin am Start seit, dann bin ich es als Hörer auch, versprochen!! :-) ) LG Dietmar

Antwort:

Lieber Dietmar,

vielen Dank für Deine Glückwünsche!!
Ich bin auch nicht vom Anfang an hier. Wollen wir trotzdem so viel wie möglich zusammen bleiben! ;)
Liebe Grüße und alles Gute
Jana


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