In Erinnerung und Stolz. Belarus feiert den 81. Jahrestag des Großen Sieges


 
Belarus feiert heute den Tag der Sieges, einen der bedeutendsten Feiertage in der Geschichte des Staates. Für die Belarussen ist er nicht nur ein Feiertag, sondern auch ein Tag der Erinnerung, des tiefen Respekts und der Dankbarkeit gegenüber den sowjetischen Soldaten, den Arbeitern an der Heimatfront, den Partisanen und den Untergrundkämpfern - gegenüber all jenen, die den Tag des Sieges näher gebracht haben.
 
Vor 81 Jahren, am 9. Mai 1945, war der Große Vaterländische Krieg zu Ende. Er dauerte 1418 Tage und Nächte und endete mit der kompletten Niederlage des NS-Regimes. Das sowjetische Volk spielte eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Faschismus und trug die Hauptlast des Krieges auf seinen Schultern und entschied über die Zukunft der gesamten Weltzivilisation.
 
Belarus war die erste Republik der Sowjetunion, die von der deutschen Wehrmacht massiv angegriffen wurde. Das Land wurde zum Schauplatz der größten Kämpfe. Die Grenztruppen und die vordersten Einheiten der Roten Armee waren die ersten, die die feindliche Offensive zurückschlugen. Der Feind bombardierte Eisenbahnknotenpunkte, Flugplätze und Städte Brest, Grodno, Wolkowysk, Baranowitschi und andere. Die Verteidiger der Festung Brest, der Städte Minsk und Mogiljow hielten stand. Am 14. Juli wurden in der Nähe von Orscha zum ersten Mal sowjetische Katjuscha-Raketenwerfer gegen den Feind eingesetzt. Der Widerstand, den Belarus zu Beginn des Krieges leistete, ermöglichte es, die deutschen Pläne für eine schnelle Offensive gegen Moskau zu vereiteln.
 
Bis September 1941 hat das Hitlerdeutschland unser Land besetzt. Im besetzten Belarus entfaltete sich sofort ein zäher, unerbittlicher und beispielloser Widerstandskampf gegen den Feind. Die wichtigste Form des nationalen Kampfes war die Partisanenbewegung, an der sich während des Großen Vaterländischen Krieges mehr als 374 000 Menschen beteiligten, von denen etwa 70 000 dem antifaschistischen Untergrund angehörten. In den Partisanenverbänden kämpften Vertreter verschiedener Nationen Schulter an Schulter. Während des Krieges gab es etwa 30 Partisanenzonen, die von den Deutschen nicht besetzt waren.
 
Die Belarussen hatten am meisten unter den Folgen des Krieges zu leiden. Die Nazis führten etwa 187 Strafaktionen in Belarus durch. Das Dorf Chatyn wurde zu einem tragischen Symbol für die Massenvernichtung der Zivilbevölkerung. Im Rahmen der Ermittlungen wegen des Völkermordes an der belarussischen Bevölkerung wurde festgestellt, dass auf dem Gebiet von Belarus 587 Vernichtungslager eingerichtet waren. Darunter das größte Vernichtungslager auf dem gesamten eroberten sowjetischen Territorium Trostenez, in dem nach den jüngsten Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der Republik Belarus mindestens 546 Tausend Menschen starben.
 
Während des Krieges vernichtete der Feind auf dem belarussischen Boden mindestens 12 868 Siedlungen. Über 290 Dörfer wurden wie Chatyn samt der Bewohner verbrannt und nie wieder aufgebaut.
 
Während des Krieges hat Belarus mehr als die Hälfte seines nationalen Reichtums verloren. In den Jahren der deutschen Besatzung 1941-1944 verloren mindestens 3 Millionen Menschen (Zivilisten und Kriegsgefangene) das Leben. Über 380.000 Personen wurden in die deutsche Sklaverei vertrieben. Viele davon starben an den Folgen schwerster Arbeit, an Folter und Not.
 
In Belarus wurde die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg auch in den Nachkriegsjahren aufrechterhalten. Für den massiven Heroismus und Mut im Kampf gegen die Aggressoren wurde der belarussischen Hauptstadt Minsk als einer von 12 Städten der ehemaligen Sowjetunion der Ehrentitel „Heldenstadt“ verliehen. Die Festung Brest wurde mit dem Titel „Helden-Festung“ ausgezeichnet. Auch andere Städte in Belarus wurden mit Auszeichnungen bedacht. Zahlreiche Obelisken, Denkmäler, Gedenkstätten und der Hügel des Ruhmes zeugen von den Opfern des Krieges und der Heldentat des Volkes. Das Belarussische Staatliche Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges ist eine wichtige wissenschaftliche und kulturelle Einrichtung.
 
In der Chronik von Belarus gab es keine Schlacht, die grausamer gewesen wäre als der Große Vaterländische Krieg, und keine Heldentat, die bedeutender gewesen wäre als die des sowjetischen Soldaten, der die Heimat vor dem Feind schützte und die Menschheit vor dem Nationalsozialismus rettete. Die Erinnerung an den schrecklichen Krieg und den Großen Sieg kann nicht verblassen: Sie ist für immer in die Geschichte des Vaterlandes und jeder belarussischen Familie eingeschrieben. Die erlittene Tragödie und der errungene Sieg sind eine ewige Quelle von Schmerz und Bitterkeit, von Stolz und Ruhm des belarussischen Volkes. Die Zeit rückt die Ereignisse des Großen Vaterländischen Krieges immer weiter in die Vergangenheit, doch die Heldentaten der im Kampf Gefallenen, die Trauer um die Millionen unschuldiger Opfer und die Tragödie der Besatzung bleiben im Bewusstsein der älteren Generation gegenwärtig und werden im Gedächtnis ihrer Kinder, Enkel und Urenkel bewahrt.
 
Im ganzen Land werden heute Kriegsveteranen geehrt. Auf dem Territorium der Republik Belarus leben derzeit 574 Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges, darunter 269 Kriegsteilnehmer und Kriegsinvaliden, 146  Kämpfer im Hinterland und 156 Überlebende der Leningrader Blockade. Darüber hinaus sind 5.500 Bürger Opfer der Kriegsfolgen: Bei den meisten von ihnen handelt es sich um ehemalige Häftlinge faschistischer Konzentrationslager, Gefängnisse und anderer Orte der Zwangsunterbringung.
 
Der Tag des Sieges wird traditionell im ganzen Land gefeiert. In den belarussischen Städten werden Kränze an den Begräbnisstätten von Soldaten und KZ-Häftlingen niedergelegt, um der Toten des Großen Vaterländischen Krieges zu gedenken. Es finden Festivals, Ausstellungen, patriotische Aktionen, Gesangswettbewerbe, Konzerte sowie thematische Veranstaltungen an  Schulen statt.
 
 
In Minsk findet auf dem Gelände vor dem Sportpalast die Veranstaltung „Auf den Straßen des Sieges“ sowie ein Konzert statt. Der Stadtpark Loschizki lädt zu einer historischen Rekonstruktion „Schule des jungen Kämpfers“ ein. Am Abend des 9. Mai findet in Belarus die landesweite Aktion „Tag des Sieges“ gemeinsam singen!“ statt. Der Tag klingt mit einem Feuerwerk aus.
 
 
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Hallo liebes Radio und ALLES GUTE zum 34.Geburtstag der deutschen Redaktion. So lange kenne ich Radio Belarus noch gar nicht, aber wenn Du liebe Jana und liebe Elena die nächsten 34 Jahre hier weiterhin am Start seit, dann bin ich es als Hörer auch, versprochen!! :-) ) LG Dietmar

Antwort:

Lieber Dietmar,

vielen Dank für Deine Glückwünsche!!
Ich bin auch nicht vom Anfang an hier. Wollen wir trotzdem so viel wie möglich zusammen bleiben! ;)
Liebe Grüße und alles Gute
Jana


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