Der Einsatz von Börseninstrumenten im Handel zwischen Belarus und Kasachstan soll mit Unterstützung kasachischer Wirtschaftsverbände ausgeweitet werden, die bei der Gewinnung von Exporteuren und Importeuren für die Belarussische Universelle Warenbörse (BUWB) behilflich sein werden. Das teilte der Pressedienst der BUWB mit.
Die Bereitschaft, die BUWB bei der Förderung des Börsenmechanismus unter Vertretern der kasachischen Wirtschaftskreise zu unterstützen, bekundete insbesondere die Unternehmervereinigung Atameken Club sowie der Verband der Exporteure Kasachstans. Die Verhandlungen über die Zusammenarbeit mit diesen Organisationen fanden am 27. August per Videokonferenz statt.
Nach Angaben des Leiters der Abteilung für Außenwirtschaftstätigkeit der BUWB, Jaroslaw Kowaltschuk, beteilige sich die kasachische Wirtschaft aktiv am Börsenhandel und belege derzeit den 7. Platz beim Geschäftsvolumen unter den ansässigen Unternehmen aus 84 Ländern, die an der Börse akkreditiert sind. Nach Angaben der BUWB wurden in diesem Jahr über die Börse regelmäßig belarussischer Zucker, Trockenmilch, Butter und Schnittholz nach Kasachstan geliefert, während aus Kasachstan Ersatzteile für Industrieanlagen und Rohrprodukte importiert wurden.
"Im Januar bis Juli überstieg das Börsenumsatzvolumen der kasachischen Unternehmen die Marke von 37 Millionen US-Dollar. Damit betrug die Wachstumsrate im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres 146 Prozent. Auch die Zahl der an der Börse akkreditierten ansässigen Unternehmen aus Kasachstan hat zugenommen. Nun arbeiten 224 Unternehmen mit uns zusammen, drei davon haben den Status von Börsenmaklern", berichtete Jaroslaw Kowaltschuk.
Bei der Erörterung der Perspektiven der Zusammenarbeit mit der Vereinigung Atameken Club und dem Verband der Exporteure Kasachstans wies der Vertreter der BUWB auf die Möglichkeiten hin, die Börse als Absatzkanal für kasachische Waren auf dem Markt von Belarus und in Drittländern zu nutzen. Nach Ansicht von Jaroslaw Kowaltschuk werde das Potenzial dieser Richtung derzeit nicht voll ausgeschöpft.
"Ich kann mit Sicherheit sagen, dass kasachische Produkte im Börsenhandel gefragt sind. Zu den liquidesten Positionen gehören Schwarz- und Buntmetalle, Ferrolegierungen, Kohle, Getreide und Ölsaaten sowie Textilrohstoffe. Dabei kann der Zielmarkt nicht nur Belarus sein, sondern jedes andere an der Börse vertretene Land. Transittransaktionen unter Beteiligung kasachischer ansässigen Unternehmen werden auf unserer Plattform seit 2024 regelmäßig abgeschlossen", so Jaroslaw Kowaltschuk.
Die OAO "Belarussische Universelle Warenbörse" wurde 2004 gegründet. Die ersten Handelsgeschäfte fanden im Juni 2005 statt. Die BUWB ist eine der größten Warenbörsen in Osteuropa. Ihre Hauptaufgabe ist die Förderung belarussischer Unternehmen beim Export von Produkten und die Unterstützung ausländischer Unternehmen beim Markteintritt in Belarus. An der Börse werden Metall-, Holz-, Agrarerzeugnisse sowie Industrie- und Konsumgüter einer breiten Palette gehandelt.

