Фото: belta.by
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat eine Besprechung einberufen, um über Wege zur Beschleunigung der zentralen Investitionsprojekte im Ausland zu besprechen.
Das Staatsoberhaupt wies darauf hin, dass er regelmäßig andere Länder besuche. Kürzlich habe er im Rahmen einer großen Auslandsreise gleich vier Staaten besichtigt - Russland, China, Indonesien und Myanmar. Die belarussische Delegation werde in verschiedenen Regionen der Welt stets gut empfangen, ob in Asien, Afrika, im Nahen Osten oder anderswo. Solche Reisen hätten eine positive Wirkung auf die Wirtschaft, da auf der Ebene der Staatsoberhäupter konkrete und bedeutende Vereinbarungen zur Entwicklung der Zusammenarbeit getroffen würden.
„Solche Reisen haben immer eine große Wirkung. Und ich möchte nicht, dass die guten Vorhaben im Bürokratismus versinken“, warnte der Staatschef.
Alexander Lukaschenko führte als Beispiel die mit Oman getroffene Vereinbarung über den Bau eines Zellulose- und Kartonkombinats in Belarus an. Die Umsetzung dieses Projekts komme trotz seiner Bedeutung nicht schnell genug voran. „Das ist für uns äußerst notwendig. Ich sehe aus der Luft, dass wir es nicht schaffen, das notwendige Holz zu verarbeiten. Daher müssen wir dieses Rohmaterial vernünftig und ohne Übertreibung verarbeiten. Es ist unser nationales Gut“, sagte das Staatsoberhaupt. „Wir haben konkrete Ziele gesetzt und Vereinbarungen getroffen. Es ist bereits viel Zeit vergangen. Die Regierung berichtet: Wir haben das Memorandum unterzeichnet, wir denken nach, wir planen ... Wie lange werden wir noch planen?“
Alexander Lukaschenko erläuterte den Grund, warum er beschlossen habe, die Verantwortlichen zusammenzurufen und sich darüber zu informieren, wie die wichtigen Vereinbarungen umgesetzt würden: „Die Wirtschaft bildet das Fundament. Ich möchte, dass die Reisen des Staatschefs ihr Ziel erreichen und nicht von der Bürokratie erstickt werden. Dasselbe betrifft die Reisen der Minister und des Premierministers.“
Die heutige Besprechung sei eine Art präsidiale Kontrolle darüber, wie die strategischen Vereinbarungen mit ausländischen Staaten umgesetzt würden. Ganz konkret handele es sich um ausländische Investitionsprojekte in Belarus und um belarussische Projekte im Ausland.
„Was den Export betrifft, haben unsere Unternehmen zu Beginn dieses Jahres ordentlich gearbeitet. Im Zuge des großen Besuchs wurde unserem Land ebenfalls viel Gutes entgegengebracht und es wurden zahlreiche Pläne skizziert“, sagte Alexander Lukaschenko. „Zugleich ist seit langem bekannt, dass für eine erfolgreiche Erschließung von Märkten, insbesondere wenn sie fern sind, der reine Handel heute nicht mehr ausreicht. Diese Aufgabe wird durch Kooperation, Verlagerung der Endproduktion näher zum Verbraucher, Aufbau eigener oder gemeinsamer Logistik- und Produktionsstandorte vor Ort gelöst. Die Instrumente zur Erreichung dieser Ziele sind vorhanden, und in den letzten Monaten ist bereits viel erreicht worden.“
Der Präsident erinnerte daran, dass bereits früher eine Investitionskomponente in das Regierungsprogramm zur Entwicklung der Zusammenarbeit mit den Ländern des fernen Auslands und vor allem Afrikas für die Jahre 2026 bis 2030 eingebracht wurde. Darüber hinaus trat seit dem 1. Januar 2026 das belarussisch-chinesische Abkommen über Handel und Investitionen in Kraft, und im Mai wurde eine neue Direktive des Präsidenten mit deutlichem Schwerpunkt auf der Anwerbung von Direktinvestitionen verabschiedet.
„Man kann sagen, dass wir ein Paket von 60 Projekten (Ideen) im Wert von rund 6 Milliarden US-Dollar zur Gewinnung von Investoren erarbeitet haben. Im Juni 2026 hat der Ministerrat schließlich die Strategie zur Entwicklung von Multi-Brand-Servicezentren für belarussische Technik und Industrieausrüstung in anderen Ländern – den GUS-Staaten und dem fernen Ausland – verabschiedet. Anders geht es nicht: Niemand wird Technik kaufen, wenn nicht erkennbar ist, dass man sie reparieren und den Garantieservice in Anspruch nehmen kann“, machte das Staatsoberhaupt deutlich. „Diese Dokumente dürfen nicht als tote Last liegen bleiben, sondern müssen zur Handlungsanleitung werden – und zwar zum sofortigen Handeln, ohne Bürokratie. Nach meinem inneren Gefühl bewegen wir uns dennoch viel zu schwerfällig voran.“
FM-Sender und –Frequenzen:
Rakitniza - 106.2 MHz
Grodna - 95.7 MHz
Swislatsch - 104.4 MHz
Geraneni - 99.9 MHz
Braslaŭ - 107.7 MHz
Mjadsel’ - 102.0 MHz