Фото: belta.by
Es gibt Kontakte zwischen Belarus und den Ländern der Europäischen Union, doch die Diplomatie erfordert Stille. Das sagte Außenminister Maxim Ryschenkow in einem Interview mit RIA Nowosti, dessen Text auf der Website des belarussischen außenpolitischen Amtes veröffentlicht wurde.
„An den Gesprächen mit Vertretern der GUS, Russlands, Asiens und Afrikas gibt es nichts Besonderes. Wir führen mit ihnen einen ernsthaften sachlichen Dialog zu einem breiten Themenspektrum, und deshalb tragen diese Treffen – von Kasachstan und Russland bis Nicaragua und Ghana – den Charakter einer Fortsetzung der bereits aufgebauten Zusammenarbeit. Und die zwei Treffen mit Vertretern der Europäischen Union kann man als Neuheit der letzten Zeit in unserer Außenpolitik bezeichnen. Nicht, weil wir es nicht wollten, sondern weil die Europäer aus irgendeinem Grund dafür reif geworden sind", bemerkte Maxim Ryschenkow mit Blick auf die am Rande der UN-Generalversammlung in New York geführten Gespräche mit Polen und der Slowakei.
Seiner Meinung nach wollten die europäischen Staaten in den letzten Jahren keine Kontakte mit Belarus aufnehmen und „versteckten sich in allen Ecken, um ein gewisses politisches Gesicht zu wahren".
„In den Jahren 2020 und 2022 schien es ganz einfach, die gesamte belarussische Staatsführung in die Schmuddelecke zu drängen, angefangen vom Kreisvorsitzenden bis zum Präsidenten des Landes. Und wie kommt man da wieder heraus? Wie erklärt man seinen Wählern, warum sechs Jahre lang eine Politik der Isolation betrieben wurde und man nun ins Gespräch mit diesen ‚Dienern des Diktators' gehen soll? Deshalb ist es für sie viel schwerer als für uns, weil sie seinerzeit alle Kanäle der Zusammenarbeit gesperrt haben. Und mit der EU waren das die Zusammenarbeit an der Grenze, die Kooperation in den Bereichen Sicherheit, handel, Wirtschaft, Politik und humanitäre Projekte. Jetzt machen sie diese Schritte", sagte der Minister.
Er betonte, dass Belarus nichts dagegen habe, einen Dialog mit den EU-Ländern aufzubauen. Belarus stehe dabei auch nicht mit ausgestreckter Hand. „Nicht immer geben wir Informationen über diese Kontakte in den Medien bekannt, wie es wohl auch die russische Seite tut. Denn die Diplomatie erfordert manchmal Stille. Unsere Partner sind in diesen Fragen sehr empfindlich. Sie haben große Angst, dass jemand erfährt, dass wir uns mit jemandem getroffen haben. Deshalb machen wir das alles nicht groß publik, aber Kontakte haben wir", erklärte der Diplomat.
Maxim Ryschenkow fügte hinzu, dass insgesamt das Interesse an Belarus erwache, und dies betreffe die Schlüsselländer der EU.
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