In Kürze soll eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates zu dem Thema „Angriff einer ukrainischen Kampfdrohne auf einen belarussischen Bus“ stattfinden. Das erklärte Pressesprecher des belarussischen Außenministeriums, Ruslan Warankow, heute in einem Pressestatement.
„Im Zusammenhang mit dem Terrorangriff auf einen Bus, der belarussische Staatsbürger, überwiegend Kinder, in der russischen Region Brjansk beförderte, hat die Republik Belarus am 17. Juni Kolumbien, das den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat innehat, um die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung ersucht“, so der Sprecher.
„Ich möchte darauf hinweisen, dass Belarus derzeit nicht Mitglied des Sicherheitsrates ist. Unser Ersuchen wurde von unserem Verbündeten und ständigen Mitglied des Sicherheitsrates, der Russischen Föderation, unterstützt. Gemäß den vorläufigen Verfahrensregeln des UN-Sicherheitsrates wird die Sitzung in Kürze stattfinden. Die belarussische Seite beabsichtigt, die Tribüne dieses satzungsgemäßen Organs der Vereinten Nationen zu nutzen, um der Weltgemeinschaft umgehend und umfassend ihre Sichtweise des Geschehenen darzulegen“, betonte der offizielle Vertreter des Außenministeriums.
„Wir werden auf der Notwendigkeit einer unverzüglichen, objektiven und unparteiischen internationalen Untersuchung bestehen. Derartige Verbrechen dürfen nicht vertuscht werden, und die Schuldigen dürfen nicht der Verantwortung entgehen. Die Republik Belarus hat sich stets konsequent für die strikte Einhaltung des Völkerrechts, den Schutz der Zivilbevölkerung und insbesondere der Kinder eingesetzt, die niemals und unter keinen Umständen zum Ziel in bewaffneten Konflikten werden dürfen“, heißt es in der Erklärung.
„Im Laufe der bevorstehenden Sitzung wird die belarussische Seite die Aufmerksamkeit des Sicherheitsrates auch auf die jüngsten Äußerungen der ukrainischen Führung lenken, in denen offen die Bereitschaft erklärt wurde, Schläge gegen das belarussische Territorium, vor allem gegen die kritische Infrastruktur, auszuführen. Eine solche Rhetorik verletzt nicht nur die grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts auf gröbste Weise, sondern stellt auch eine unmittelbare Bedrohung der regionalen und internationalen Sicherheit dar“, erklärte das Außenministerium.

