Lukaschenko sieht reale Möglichkeiten für Anstieg des Handelsumsatzes mit Usbekistan auf 2 Mrd. Dollar bis 2030

Фото: belta.by


 

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko sieht reale Möglichkeiten für einen Anstieg des Handelsumsatzes mit Usbekistan auf 2 Milliarden Dollar bis 2030. Das erklärte er bei den Gesprächen im erweiterten Kreis mit dem usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev.

Alexander Lukaschenko gab dem erreichten Niveau der für beide Seiten vorteilhaften belarussisch-usbekischen Zusammenarbeit sowie der Atmosphäre der Freundschaft und des Vertrauens eine hohe Bewertung. Er hob hervor, dass die Unterzeichnung der Erklärung über die Etablierung einer strategischen Partnerschaft zwischen Belarus und Usbekistan ein historisches Ereignis sei und dem Besuch besondere Bedeutung verleihe.

„Wir setzen die 2024 in Taschkent (während des offiziellen Besuchs des belarussischen Präsidenten – Anm. BELTA) erzielten Vereinbarungen zur Steigerung unserer Handelsvolumina erfolgreich um“, stellte Alexander Lukaschenko fest.

Er konstatierte, dass der Handelsumsatz 2025 um mehr als 35 Prozent gestiegen sei, und im Januar bis Mai dieses Jahres seien die Wachstumsraten sogar noch höher.

Der belarussische Präsident zeigte sich überzeugt, dass die Länder reale Möglichkeiten hätten, bis 2030 einen Handelsumsatz von 2 Milliarden Dollar zu erreichen – unter anderem durch die Stärkung der Zusammenarbeit im Maschinenbau, in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen, in der Pharmazie und in einer Reihe weiterer Bereiche.

„Damit unsere ehrgeizigen Pläne verwirklicht werden können, haben die Regierungen einen Fahrplan erarbeitet, der die wichtigsten Richtungen der gemeinsamen Arbeit für die nächsten fünf Jahre festlegt – mit Mengenangaben, Stückzahlen, Verantwortlichen und Terminen. Schlüsselbereich ist die Produktionskooperation, die einen wesentlichen Beitrag zur technologischen Souveränität Usbekistans leistet“, erklärte Alexander Lukaschenko.

So seien im vergangenen Jahr in Usbekistan rund 1.300 MTZ-Traktoren montiert worden, wobei bei bestimmten Modellen der Lokalisierungsgrad bald über 30 Prozent liegen werde. „Wir rechnen damit, dass die Produktion in naher Zukunft auf 3.000 Einheiten pro Jahr ansteigen wird. Es wurde ein Wartungsnetz aufgebaut, die Eröffnung einer eigenen Schulungsklasse ist geplant“, sagte das Staatsoberhaupt.

Alexander Lukaschenko wies zudem darauf hin, dass vor zwei Jahren das erste Investitionsprojekt im Agrarsektor gestartet worden sei – die Schaffung eines modernen Geflügelkomplexes mit vollständigem Produktionszyklus in der Region Taschkent – von der Gewinnung von Bruteiern bis zur Fleischverarbeitung und dem Vertrieb der fertigen Erzeugnisse.

Der Präsident begrüßte auch das Interesse usbekischer Unternehmen an der Errichtung moderner Viehzuchtkomplexe in Witebsk: „Für Sie ist das eine Möglichkeit, hochwertige Fleischprodukte zu erzeugen und nach Usbekistan zu liefern, für Belarus sind das neue Arbeitsplätze und die Entwicklung der Dörfer.“

„Dem Wachstum der Zahl solcher Projekte werde die kürzliche Beitritt Usbekistans zum Abkommen über den freien Handel mit Dienstleistungen, die Gründung, Tätigkeit und Durchführung von Investitionen im Rahmen der GUS fördern. Damit stehen uns nun nicht nur bilaterale, sondern auch multilaterale Investitionsmechanismen zur Verfügung“, bemerkte Alexander Lukaschenko.

Er wies besonders darauf hin, dass sich die Seiten bei der Entwicklung der Zusammenarbeit nicht ausschließlich auf den wirtschaftlichen Bereich beschränkten – nicht weniger wichtig seien die Entwicklung der interregionalen Zusammenarbeit, die Umsetzung gemeinsamer Projekte im wissenschaftlich-technischen, sozialen und kulturell-humanitären Bereich.

Am Vorabend des Besuchs von Shavkat Mirziyoyev war in Minsk erfolgreich das III. Forum der Regionen von Belarus und Usbekistan durchgeführt worden. 

„Wenn wir von der Vielschichtigkeit der belarussisch-usbekischen Zusammenarbeit sprechen, dürfen wir nicht vergessen, dass dies nicht nur uns Männern zu verdanken ist (heute sitzen am Verhandlungstisch zufällig nur Männer). Gerade mit Usbekistan haben wir ein einzigartiges Format ins Leben gerufen – das belarussisch-usbekische Frauen-Wirtschaftsforum, dessen drei Sitzungen unter der Schirmherrschaft der Vorsitzenden der Oberhäuser der Parlamente stattfanden. Ich bin überzeugt, dass sie alles unter Kontrolle haben, aber unsere Unterstützung kann hier nicht schaden“, bemerkte der belarussische Staatschef.

Abschließend betonte Alexander Lukaschenko: „Die Hauptsache ist, nicht stillzustehen, keine einfachen Wege zu suchen, sondern mit neuen, zeitgemäßen Initiativen hervorzutreten und beharrlich deren Umsetzung zu erreichen.“

Der Präsident lud zudem usbekische Bürger ein, mit ihren Familien nach Belarus zur Arbeit zu kommen: „Lasst uns gemeinsam arbeiten. Die Belarussen stehen den Usbeken sehr wohlgesonnen gegenüber. Genauso wie die usbekischen Bürger den Belarussen. Das müssen wir nutzen.“

„Lasst uns aufeinander zugehen. Der Wille der Präsidenten ist da, die Unterstützung ist da, es gilt zu handeln. Schnell zu handeln“, rief der belarussische Staatschef auf.

 
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Hallo liebes Radio und ALLES GUTE zum 34.Geburtstag der deutschen Redaktion. So lange kenne ich Radio Belarus noch gar nicht, aber wenn Du liebe Jana und liebe Elena die nächsten 34 Jahre hier weiterhin am Start seit, dann bin ich es als Hörer auch, versprochen!! :-) ) LG Dietmar

Antwort:

Lieber Dietmar,

vielen Dank für Deine Glückwünsche!!
Ich bin auch nicht vom Anfang an hier. Wollen wir trotzdem so viel wie möglich zusammen bleiben! ;)
Liebe Grüße und alles Gute
Jana


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