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Belarus und das Gebiet Kaluga der Russsichen Föderation haben die Möglichkeit, ein Handelsvolumen von $1 Mrd. zu erreichen. Das erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Gebiets Kaluga, Wladislaw Schapscha.
„Die Beziehungen zwischen uns entwickeln sich glücklicherweise gut“, betonte der belarussische Staatschef. „Die Möglichkeiten in der Region sind riesig. Eine Milliarde – das ist eine normale Größenordnung zwischen Belarus und der Region Kaluga. Darauf werden wir uns orientieren.“
Mit Blick auf die Möglichkeiten der belarussischen Seite nannte der Präsident die Bereiche, die es ermöglichen würden, das Handelsvolumen zwischen Belarus und dem Gebiet Kaluga auf die Marke von $1 Mrd. zu steigern. „Ich denke, es geht dabei nicht nur und nicht in erster Linie um den normalen Handel, auch wenn dieser für uns sehr wichtig ist. Wir haben bereits gelernt, in Ihrer Region zu arbeiten, und sind bereit, soziale Einrichtungen zu bauen – und Sie schaffen doch eine ganze Reihe davon in Ihrer Region. Wir sind bereit, schlüsselfertig zu bauen und zu übergeben (die entsprechenden Objekte – Anm. BELTA), sodass das Gesicht von Belarus sichtbar wird“, versicherte er.
Er wies auf die Möglichkeit hin, Kooperationsbeziehungen zwischen Belarus und der Region Kaluga aufzubauen und zu entwickeln: „Ich weiß, dass es Projekte gibt, die mit MAZ und BELAZ umgesetzt werden... Solange wir sie dort realisieren, sind wir bereit zur Zusammenarbeit mit Ihnen in diesem Bereich und bereit, Ihnen jede beliebige Technik zu liefern.“
Alexander Lukaschenko wies auch auf einen weiteren Kooperationsbereich hin – die Landwirtschaft. Trotz der Tatsache, dass in der Region Kaluga der Agrarsektor recht gut entwickelt ist, ist die belarussische Seite bereit, bei Bedarf ihre Erfahrungen weiterzugeben. „Die Erfahrung mit Milchviehbetrieben, Agrarstädtchen und allgemein dem Aufbau der Struktur der landwirtschaftlichen Produktion und des Lebens der Menschen auf dem Dorf. Wir sind ähnlich, das Klima ist bei uns ungefähr gleich“, betonte der Präsident. „Deshalb sind wir bereit, schlüsselfertig bestimmte Komplexe auf großen landwirtschaftlichen Nutzflächen zu errichten und bereit, die Variante zu zeigen, die wir in Belarus umsetzen.“
Dabei, so fügte er hinzu, sei oft Kritik an der Schaffung sogenannter Leuchtturm-Betriebe zu hören. Dabei handelt es sich um vorbildliche Betriebe, die gewissermaßen als Vorbild dienen sollen. Es wird angenommen, dass andere landwirtschaftliche Unternehmen deren Erfahrungen übernehmen.
„Hier wird mich kritisiert: Lukaschenko schaffe in Belarus ‚Leuchttürme‘ wie zu Sowjetzeiten. Aber warum sollte man nicht ungefähr das schaffen, was man in Belarus haben möchte? Wenn also diese ‚Leuchttürme‘ für Sie von Nutzen sein können... Allerdings kritisieren mich diejenigen, die das Land verlassen haben. Genauso wie die russischen Behörden von ähnlichen Geflohenen kritisiert werden. Aber das ist deren Sache. Sie sollen kritisieren, wir müssen uns um konkrete Arbeit kümmern“, stellte Alexander Lukaschenko fest.
Das Staatsoberhaupt nannte auch einen weiteren Bereich – die Landtechnik: „Ohne Technik kommen wir nicht aus. Arbeitskräfte fehlen sowohl bei Ihnen als auch bei uns gleichermaßen. Deshalb brauchen wir eine mechanisierte Landwirtschaft. Damit befassen wir uns und können unsere Erfahrungen mit Ihnen teilen.“
„Wir möchten, dass Sie wissen, dass es ein solches Land gibt, das Ihnen nahe und vertraut ist und das all dies verwirklichen kann. Das sind nicht nur brüderliche Gefühle, sondern auch eine große Wirtschaft“, sagte Alexander Lukaschenko. „Kurzum, wir freuen uns immer über einen Erfahrungsaustausch. Gott sei Dank sprechen wir eine Sprache und haben nicht vor, uns in anderen Sprachen zu verständigen. Wir werden Erfahrungen austauschen und irgendwie vorankommen. Auch schwierige Aufgaben lösen, die uns im Laufe unseres Lebens begegnen.“
Das Staatsoberhaupt stellte außerdem fest, dass Minsk für den Gouverneur der Region Kaluga keine fremde Stadt sei: Im Großen Vaterländischen Krieg hätten hier Verwandte von Wladislaw Schapscha gekämpft. „Die Bemühungen, die Sie zum Schutz des historischen Gedächtnisses und der Wahrheit über den Großen Vaterländischen Krieg unternehmen, hängen mit Ihren inneren Gefühlen und Empfindungen zusammen. Ihr Großvater kämpfte im Großen Vaterländischen Krieg und verteidigte unsere große Heimat. Betrachten Sie es also so, dass Sie in Ihr Land gekommen sind“, sagte Alexander Lukaschenko.
Im vergangenen Jahr belief sich das gegenseitige Handelsvolumen zwischen Belarus und dem Gebiet Kaluga auf $705 Mio. Von Januar bis Mai dieses Jahres erreichte das Handelsvolumen zwischen Belarus und dem Gebiet Kaluga $311,4 Mio., was 117,4% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Die Hauptexportgüter waren Mineralölerzeugnisse, Möbel und deren Teile, Metallkonstruktionen aus Eisen und Stahl, Saatgut, Harze und Polyurethane sowie andere Waren.
Nach Belarus wurden aus der Region Kaluga hauptsächlich Futtermittel für Tiere, Ethylen- und Propylenpolymere, Fischfilets, Aluminiumdraht und andere Erzeugnisse importiert.
FM-Sender und –Frequenzen:
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