Lukaschenko: Handelsumsatz mit Gebiet Swerdlowsk kann sich verdoppeln

Фото: belta.by


 

Das Entwicklungsniveau und das Potenzial von Belarus und des russischen Gebiets Swerdlowsk erlauben eine Verdoppelung des Handelsumsatzes, der bereits jetzt mit etwa 1 Milliarde US-Dollar nicht gering ist. Dies erklärte Präsident Alexander Lukaschenko am 18. Mai bei einem Treffen mit dem Gouverneur des russischen Gebiets Swerdlowsk, Denis Pasler.

Bei der Begrüßung des Gebietsgouverneurs bemerkte das Staatsoberhaupt, er habe seinerzeit dieses Gebiet besucht und habe feststellen können, wie anspruchsvoll diese Region sei. „Ich weiß aus der Geschichte und aus der Gegenwart sehr gut, dass Ihr Gebiet eines der zentralen Gebiete und gewissermaßen ein 'Russland prägendes' Gebiet ist, wenn man so sagen kann", sagte der belarussische Präsident. Nach seinen Angaben war man auf Produkte und Erzeugnisse aus Swerdlowsk sehr stolz. „Alles, was wir an den Peripherien nicht schaffen konnten, haben wir bei Ihnen gemacht und geschaffen. Sie hatten die fortschrittlichsten Technologien“, erinnerte Alexander Lukaschenko.

Die Zusammenarbeit mit dieser russischen Region bezeichnete das Staatsoberhaupt als erfolgreich. In den letzten Jahren sei ein Handelsvolumen von etwa 1 Mrd. US-Dollar erreicht worden, so Lukaschenko. Der Präsident ist jedoch überzeugt, dass der Entwicklungsstand und das gemeinsame Kooperationspotential weitaus ambitioniertere Ergebnisse zulassen. „Angesichts des Maßstabs und der Volumen, die Sie und wir produzieren können, ist eine Milliarde für uns nur eine Durchgangszahl. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir den Handelsumsatz verdoppelt haben“, betonte Alexander Lukaschenko.

Er nannte mehrere vielversprechende Schlüsselbereiche für den Ausbau der Zusammenarbeit. Dazu gehören beispielsweise der Maschinenbau und die Landwirtschaft mit der Möglichkeit, die Lieferungen von Technik, Erzeugnissen sowie bei Bedarf auch von Mineraldüngern zu erhöhen. Belarus habe keine Probleme mit der Verwertung von Düngemitteln, obwohl dieser Bereich unter Sanktionen stehe, bemerkte Alexander Lukaschenko. „Wir haben uns daran angepasst, und wir haben heute keine überschüssigen Mineraldünger. Alles, was wir einst geliefert haben (und sogar mehr) – sowohl preislich als auch mengenmäßig – verkaufen wir auf den internationalen Märkten“, sagte er. Dennoch sei das Land bei Bedarf bereit, dem russischen Gebiet in dieser Hinsicht Unterstützung zu leisten.

„Wir sprechen oft über Maschinenbau und Landwirtschaft. Aber wir vergessen oft, dass wir seinerzeit und auch heute ein recht hohes Niveau im Werkzeugmaschinenbau haben“, nannte der Präsident ein weiteres Beispiel für einen potenziellen Kooperationsbereich. „Das sollen Sie nicht vergessen. Das ist für uns sehr wichtig. Ich habe diese Problematik oft mit dem russischen Präsidenten und mit Ihren Ministern erörtert. Sie verstehen, dass man ohne Werkzeugmaschinen nichts Vernünftiges schaffen kann, zumal wenn man Belarus und das Gebiet Swerdlowsk betrachtet. Dort werden Werkzeugmaschinen benötigt. Daher sind wir bereit, in diese Richtung zu arbeiten.“

Ein logischer Schritt zur Fortsetzung der Zusammenarbeit in den genannten Bereichen sei die Verstärkung der industriellen Kooperation. „Das ist die Grundlage, die Zukunft unserer Entwicklung, der Beziehungen zwischen Belarus und Russland. Wir sind bereit, diese Zusammenarbeit im Bereich der Kooperation auszubauen“, betonte Alexander Lukaschenko. Es gebe gute Kooperationsbeispiele, etwa zwischen BELAZ und Pnevmostroymaschina.

„Als die westlichen Unternehmen (amerikanische und andere) von unserem und dem russischen Markt abgezogen sind, haben sich für uns neue Möglichkeiten eröffnet. Auch in diese Richtung sind wir bereit zu arbeiten", sagte das Staatsoberhaupt. Er wies darauf hin, dass in Belarus seit der Sowjetzeit viele Bereiche und Produktionen erhalten und weiterentwickelt wurden, wie zum Beispiel Optik und Mikroelektronik, die für Russland sehr bedeutend sind. „Wir haben all das erhalten und darüber hinaus auf das erforderliche Niveau gehoben. Wir liefern diese Erzeugnisse in die Russische Föderation. Wenn Sie das brauchen, dann schauen Sie genau hin. Wir sind nicht nur zu Lieferungen bereit, sondern auch zur Schaffung gemeinsamer Kooperationsbeziehungen und Betriebe hier bei uns und bei Ihnen, um diese Bereiche zu entwickeln“, versicherte Alexander Lukaschenko.

„Diese sogenannten Sanktionen haben gezeigt, dass man sich auf die Produktion im eigenen Land konzentrieren, die Importsubstitution vorantreiben und andere Wege gehen muss, um das eigene Produkt zu schaffen“, fuhr der Präsident fort. „Ich höre mit Freude, dass wir auch eigene Flugzeuge bauen (darunter zivile), ganz zu schweigen vom militärisch-industriellen Komplex, der bei Ihnen eine sehr starke Entwicklung erfahren hat.“ Dies wiederum ziehe analoge Bereiche in Belarus mit sich, erklärte das Staatsoberhaupt. Die im Land vorhandenen Reparaturbasen für diese Technik würden allmählich auf die Produktionsebene umgestellt. „Wir beginnen, auch gepanzerte Fahrzeuge und Flugzeuge zu produzieren, und der Schiffbau entwickelt sich bei uns – nicht in reparaturtechnischer Hinsicht, sondern in der Schaffung moderner Komplexe und moderner Maschinen. Darin sehen wir viele Vorteile für uns. Gleichzeitig sind wir bereit, in Russland in allen Bereichen zu arbeiten“, so der belarussische Präsident.

Auch die Erdölverarbeitung zähle zu den Bereichen für eine verstärkte Zusammenarbeit, stellte der Präsident fest. „Heute sind unsere Gegner wahnsinnig geworden, sie versetzen ihre Erdölraffinerien in einen nicht normalen Zustand. Wir haben zwei modernisierte Werke und bieten jederzeit unsere Unterstützung an, wenn es nötig ist. Wenn in dieser Hinsicht Hilfe und Unterstützung für Ihr Gebiet benötigt wird, sagen Sie es unserem Botschafter in Russland. Wir werden versuchen, Ihnen so zu helfen, wie wir heute ganz Russland helfen“, sagte der belarussische Präsident.

Der russische Gebietsgouverneur stellte fest, dass dank der gemeinsamen Arbeit und der Unterstützung auf höchster Ebene die bilateralen Beziehungen dynamisch sind. Die beiden Seiten haben viele Schritte zur Kooperation getan. 

Im Anschluss an das Treffen beim Staatsoberhaupt sagte Denis Pasler vor Journalisten, dass nicht nur die Umsetzung bereits bestehender Projekte, sondern auch vielversprechende Richtungen der Zusammenarbeit für die Zukunft erörtert worden seien. Diese stünden unter anderem im Zusammenhang mit dem Ausbau der Energieinfrastruktur. "Das Programm ist umfangreich. Das Wichtigste ist, dass es jedes Jahr systematisch umgesetzt wird. Ein Beleg dafür ist das Wachstum des Handelsvolumens", so Pasler.

Der Gouverneur wies darauf hin, dass Belarus im Handel mit dem Gebiet Swerdlowsk in der Regel den 5. bis 7. Platz belegt habe, nach dem Jahr 2025 jedoch bereits auf dem dritten Platz liege. „Das Handelsvolumen beträgt fast 1 Mrd. US-Dollar. Angesichts der Perspektiven, die wir heute erörtert haben, denke ich, dass dies eine Schwelle ist, die wir bereits in diesem Jahr überschreiten werden, und wir werden selbstbewusst andere gemeinsame Projekte umsetzen“, erklärte Denis Pasler.

Das gegenseitige Handelsvolumen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Lag der Handelsumsatz 2021 bei knapp unter 500 Mio. US-Dollar, so näherte er sich nach dem Jahr 2025 fast 930 Mio. US-Dollar. Im ersten Quartal dieses Jahres erreichte der Handelsumsatz fast 224 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg von nahezu 3 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Dabei beliefen sich die belarussischen Exporte auf mehr als 157 Mio. US-Dollar. In das russische Gebiet werden hauptsächlich Flüssigkristallgeräte, Laser, Käse und Hüttenkäse, Erzeugnisse aus Eisen und Stahl sowie Kosmetik geliefert.

 

 
 
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Hallo liebes Radio und ALLES GUTE zum 34.Geburtstag der deutschen Redaktion. So lange kenne ich Radio Belarus noch gar nicht, aber wenn Du liebe Jana und liebe Elena die nächsten 34 Jahre hier weiterhin am Start seit, dann bin ich es als Hörer auch, versprochen!! :-) ) LG Dietmar

Antwort:

Lieber Dietmar,

vielen Dank für Deine Glückwünsche!!
Ich bin auch nicht vom Anfang an hier. Wollen wir trotzdem so viel wie möglich zusammen bleiben! ;)
Liebe Grüße und alles Gute
Jana


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