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Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko fordert, strategisch zu bestimmen, wie die Territorien im Norden des Gebiets Witebsk zu entwickeln sind. Das erklärte er während einer Arbeitsreise in den Kreis Werchnedwinsk.
"Was werden wir hier tun? Braslau, Miory, Werchnedwinsk, Rossony. Der Norden von Belarus. Welche Strategie?", stellte das Staatsoberhaupt die Frage.
Die Antworten der Beamten dazu, darunter des Leiters des Gebiets Witebsk und des Vizepremiers Juri Schuleiko, stellten den Präsidenten nicht zufrieden. Es war von einer Vergrößerung der Maisanbauflächen in der Region und der Notwendigkeit die Rede, frühere Sorten auszuwählen, um rechtzeitig ernten zu können. Man rechnete damit, dass dies ermöglichen würde, mehr Getreide zu gewinnen.
Doch Alexander Lukaschenko verwies auf das Fehlen einer Strategie als solcher, auch unter Berücksichtigung der lokalen naturklimatischen Gegebenheiten. „Mehr brauche ich nicht . Ich brauche Wirtschaft, – betonte der belarussische Staatschef. – Rundherum Sümpfe. Eine abscheuliche Arbeit auf diesem Abschnitt. Die Erde ist nicht gepflügt. Der Mais, der im Sumpf steht (die Rede ist vom Zustand der Felder nach reichlichen Niederschlägen – Anm. BelTA), ich weiß nicht, wie ihr ihn ernten werdet. Der Traktor ist teurer als der Mais, den ihr irgendwann ernten werdet."
Der Präsident bemerkte, dass unter Berücksichtigung der Bedingungen der nördlichen Regionen von Belarus mit einer Zone nicht einmal riskanter, sondern kritischer Landwirtschaft Disziplin und Operativität aller Arbeiten besonders wichtig sind. „Davon kann keine Rede sein. Hier muss eine militärische, äußerst strenge Disziplin herrschen. Doch den Menschen muss auch gezahlt werden, wenn sie arbeiten", sagte er.
„Nur eine solche Strategie. Eine andere Strategie sehe ich nicht. Diese Gegend wird zugrunde gehen, wenn wir das nicht tun", betonte das Staatsoberhaupt.
Alexander Lukaschenko weist darauf hin, in den nördlichen Kreisen trotz aller Schwierigkeiten so zu arbeiten, dass man von diesem Land leben kann. Neben den landwirtschaftlichen Nutzflächen ist der Wald eine der Hauptressourcen hier. Das ist nicht nur Rohstoff für die Holzverarbeitung, sondern auch touristisches und Erholungspotenzial. Die Hauptaufgabe ist, dass die einheimische Bevölkerung normal lebt.
„Und um zu leben, muss man hier alles entwickeln. Man muss sich über den Winter klar werden, wie wir hier arbeiten werden. Man muss strategisch nachdenken, was zu tun ist", sagte der belarussische Staatschef. „Ich muss diese Kreise retten. Das sind 4-5 Kreise. Für mich ist die Hauptsache, die Menschen hier zu bewahren. Dieses Territorium zu bewahren."
An der Umsetzung der Aufgabe zur Entwicklung der nördlichen Territorien sieht Alexander Lukaschenko auch eine Rolle für die Privatwirtschaft. Im Kreis Werchnedwinsk besuchte das Staatsoberhaupt das neue moderne Tierhaltungsunternehmen „Krasny Bor Agro", dessen Eigentümer der Geschäftsmann Nikolai Worobej ist.
Dieses Unternehmen ist auf die Fleischviehhaltung spezialisiert. Entsprechend werden Flächen für die Futterproduktion benötigt. Der Präsident hatte noch vor der Anreise die Karte des Kreises aufmerksam studiert und jene Flächen bestimmt, die man einem effektiven Privatunternehmer für die Entwicklung der Produktion anbieten kann. Eine solche Übertragung von Aktiva an die Privatwirtschaft nannte Alexander Lukaschenko eine äußerste Variante, doch in diesem Fall sei dieser Schritt gerechtfertigt.
„Nikolai, wenn du Unterstützung willst, habe ich zu Hause notiert, was du übernehmen sollst. Ich bin bereit, dir das zu übertragen", wandte sich der Präsident an den Geschäftsmann und zeigte auf der Karte konkrete Flächen. „Hier muss man radikal etwas tun. Zu diesem Komplex (dem Tierhaltungskomplex – Anm. BelTA) braucht man Futter. Diese Flächen, die es gibt, müssen dich mit Futter versorgen. Leg mir bis zum Frühjahr einen Plan vor."
Alexander Lukaschenko versprach zudem Unterstützung für dieses Agrargeschäft nach den allgemeinen Ansätzen. „Großes Geld gibt es nicht. Wir werden euch subventionieren wie alle", sagte er.
Ebenso sprach der Präsident Unterstützung für Projekte im Bereich der Holzverarbeitung und des Tourismus aus. „Wald und Land – dein, die touristische Richtung – dein. Die Menschen zu ernähren, die hierher zur Erholung kommen – nimm es von hier, ernähre die Menschen. Wie du es auch machst", sagte Alexander Lukaschenko.
Mit Blick auf die Führung des Gebiets und des Agrarsektors betonte das Staatsoberhaupt erneut, dass von ihnen eine klare Strategie gefordert sei, wie diese nördliche Gegend insgesamt zu entwickeln ist.
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