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Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat über sein Treffen mit Selenskyjs Vertretern erzählt. Heute hat sich das Staatsoberhaupt in Minsk mit dem Gouverneur des Gebiets Moskau, Andrej Worobjow, getroffen.
„Hier, wo Sie sitzen, saßen vor Kurzem Vertreter von Selenskyj. Ich sagte zu ihnen ganz klar: „Jungs, überbringt eurem Präsidenten: Wenn er glaubt, dass er mit uns in so einem Ton reden und uns noch in den Krieg hineinziehen kann, dann muss er verstehen, dass sich die Qualität des Krieges schlagartig ändern wird. Das wird ein ganz anderer Krieg sein'“, sagte Alexander Lukaschenko.
„Übrigens haben wir eine Antwort erhalten: Der Präsident und sie verstehen das. Dann lasst uns verhandeln. Wir müssen ernsthaft verhandeln“, betonte Alexander Lukaschenko.
„Ohne den Staub groß aufzuwirbeln, ohne Geschrei und ohne Gesichtsprügelei auf russische Art. Lasst uns wie Menschen miteinander reden. Sie wissen ja, was Russland heute ist und was wir sind. Auch das verstehen sie“, so der Präsident.
Er betonte, dass Belarus es nicht nötig hat, sich in einen krieg hineinziehen zu lassen. „Auch der russische Botschaft in Belarus sollte hier keinen entsprechenden Prozess einleiten. Ich habe dieses Thema tausendmal mit dem russischen Präsidenten durchdiskutiert. Wie sollen wir hier gegen die Ukrainer kämpfen, wenn auf der anderen Seite uns hauptsächlich Territorialtruppen gegenüberstehen? Sollen wir auf die ganzen Maschinisten, Melkerinnen und Arbeiter schießen, die gegen uns nicht kämpfen wollen? Wir wollen ebenso wenig gegen die Ukrainer kämpfen“, betonte Alexander Lukaschenko.
„Wir sind friedliebend. Aber in jeder Situation werden wir an der Seite Russlands stehen“, versicherte das Staatsoberhaupt.
„Wir schätzen das sehr“, bemerkte in diesem Zusammenhang der Gouverneur des Moskauer Gebiets.
Alexander Lukaschenko fuhr fort: „Es kann gar nicht anders sein! Wir verstehen, was passieren könnte, wenn der Westen wieder hier eindringt und siegt. Ich rede jetzt nicht über die Ukraine. Was für eine Ukraine? Darum geht es gar nicht!“, betonte der Präsident. „Wir wissen, gegen wen wir heute zu kämpfen haben. Wollen sie Frieden – dann lasst uns sachlich verhandeln. Wir brauchen keinen Krieg. Wir haben genug Land, wir haben unsere Wirtschaft und unsere Probleme. Also brauchen wir keine Konfrontation.“
„Das sage ich, damit Sie meine Position verstehen. Ich mache keinen Hehl daraus. Ich bin für Frieden und nur für Frieden. Aber wir sollen sicher sein, dass uns niemand mehr an der Nase herumführen wird. Oder - wie Putin sagt – uns erneut hereinlegen wird. Denn wenn Russland betrogen wird, das würde in erster Linie Belarus treffen. Wir liegen an der vordersten Front unseres Vaterlandes, das ist uns vollkommen bewusst.“
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