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Belarus hat großes Interesse an der Zusammenarbeit mit Tschukotka. Das sagte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Autonomen Kreises der Tschukotka, Wladislaw Kusnezow.
Alexander Lukaschenko begrüßte den russischen Gouverneur herzlich in der belarussischen Hauptstadt. Für Wladislaw Kusnezow ist es der erste Besuch in Belarus als Gouverneur, doch als Tourist war er bereits mehrfach in Belarus und in Minsk.
„Natürlich ist unser Interesse an dieser Region groß. Es ist eine unerschlossene Gegend – auch für uns. Und überhaupt: Ihr habt etwas, was wir nicht haben“, sagte Alexander Lukaschenko. „Russland hat natürlich alles, was wir haben. Aber wir sind bereit, auf dem russischen Markt wettbewerbsfähig zu sein, mit denselben Produkten. Ihre Region ist sehr interessant – sowohl für mich persönlich als auch für die Belarussen.“
Der Staatschef stellte fest, dass es derzeit praktisch keinen gegenseitigen Handel zwischen Belarus und dem Autonomen Kreis Tschukotka gibt. In diesem Zusammenhang wies er die Regierung an, Vereinbarungen zur Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit zu treffen: „Dass wir praktisch keinen Warenaustausch haben, ist ein Problem. So darf es nicht sein. Daher muss die Regierung regeln, wie wir künftig zusammenarbeiten.“
Zum Treffen mit dem russischen Gouverneur wurde auch Sportminister Sergej Kowaltschuk eingeladen. Kowaltschuk leistete drei Jahre lang den Wehrdienst auf Tschukotka. Heute betreut er den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Belarus und diesem Autonomen Kreis. In diesem Zusammenhang beauftragte der belarussische Präsident Sergej Kowaltschuk, die möglichen Kooperationsfelder genauer zu prüfen. „Vielleicht solltest du dort Urlaub machen. Du kannst dir das ganze Gebiet anschauen, damit wir dort gezielt arbeiten könnten“, fügte der Präsident hinzu.
Der Staatschef betonte erneut, dass diese Region für die Belarussen gewissermaßen unerschlossen sei. „Uns fällt es schwer vorzustellen, was Tschukotka überhaupt ist. Leider. Aber ich denke, das Leben ist noch nicht zu Ende, es fängt jetzt erst richtig an, und wir werden dort unsere Präsenz erweitern“, sagte er. „Ich habe mit dem russischen Präsidenten früher und auch neulich viel über Tschukotka gesprochen. Für mich ist das eine fast schon rätselhafte Region. Er sagt: ‚Wir müssen da mal hinfliegen!‘ Ich frage ihn: ‚Gibt es dort einen Flugplatz? Welches Flugzeug fliegt dahin?‘ Und er erklärte mir das alles.“
Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass der Autonome Kreis Tschukotka zu den russischen Regionen gehört, in die der sogenannte Nordtransport – die Versorgung mit Gütern im Hohen Norden – erfolgt. „Ich weiß, dass etwa drei Millionen Menschen in solchen Nordregionen leben. Sie sind auf Nordtransporte angewiesen. Das ist auch für uns sehr wichtig. Ich wage nicht zu behaupten, dass Tschukotka uns in dieser Hinsicht eine Stütze sein wird – dazu kenne ich mich zu wenig aus. Aber wir müssen uns weiterentwickeln, uns dieser Region annehmen“, zeigte sich der Präsident überzeugt. „Uns ist natürlich klar, dass auf Tschukotka nicht unendlich viele Menschen leben können. Aber dort leben unsere Leute, die ein normales Leben führen wollen.“
„Ich wünsche mir, dass das Leben am äußersten Rand unseres Vaterlandes gut ist. Wir hoffen, dass Sie „unser Mann“ auf Tschukotka sind und uns etwas raten werden, falls wir etwas brauchen“, resümierte der belarussische Staatschef.
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