Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat am Morgen des 23. Juni den Bericht des Vorsitzenden des Gebietsexekutivkomitees von Gomel, Iwan Krupko, entgegengenommen.
Der Gebietsgouverneur informierte den Staatschef über die allgemeine Lage in der Region, über die Situation an der ukrainischen Grenze und in den grenznahen Kreisen sowie über die Reaktion der Bevölkerung der Region Gomel auf die jüngsten Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die Lage, versicherte Iwan Krupko, sei zwar insgesamt schwierig, aber stabil und kontrollierbar. Den Sicherheitsfragen werde größte Aufmerksamkeit gewidmet.
Das Staatsoberhaupt ließ den Einwohnern von Gomel ausrichten: Er bitte sie sich keine Sorgen zu machen und keine Angst zu haben. Belarus habe alle Kräfte und Mittel, um seine Landsleute vor jedem Aggressor zu schützen.
Darüber hinaus wurde dem Präsidenten darüber berichtet, wie Belarus in Kooperation mit russischen Kollegen und entsprechenden Diensten bei der Betreuung der Betroffenen nach dem Drohneneinschlag in einen Bus in Brjansk agiert.
Krupko informierte den Staatspräsidenten über die Kaderpolitik in der Region. Konkret ging es um die Arbeit der neu ernannten Kreisvorsitzenden und des Vorsitzenden der Stadtregierung Gomel. Im Mittelpunkt stand auch die Jugendpersonalpolitik – die Vorbereitung von vielversprechenden Führungskräften aus der Jugend. In dieser Richtung werden in der Region zwei Projekte für den Bedarf der Landwirtschaft und der Industrie umgesetzt. Insgesamt wurden bereits etwa zweihundert Personen vorbereitet.
Ein weiteres wichtiges Thema des Berichts war die Vorbereitung der Region auf die Getreideernte. Wie Iwan Krupko berichtete, seien die wesentlichen Fragen geklärt, es werde an der Vorbereitung der Mähdrescher und der Trocknungsanlagen gearbeitet. Die Region rechne mit einer Ernte von etwa 1,1 Millionen Tonnen Getreide sowie etwa 100.000 Tonnen Raps.
Es ging auch um Projekte zur Modernisierung der Viehwirtschaft und den Bau von Kälber-Betreuungsstätten, die den Viehverlust reduzieren sollen. Iwan Krupko versicherte, dass die gestellten Aufgaben bis zum 1. September vollständig umgesetzt würden.
Was die Dynamik der sozioökonomischen Entwicklung der Region betrifft, so versicherte der Gouverneur, dass die Wirtschaft auf dem Weg sei, die geplanten Kennzahlen zu erreichen. Die Landwirtschaft verzeichne deutliche Zuwächse, die Lage in der Industrie habe sich stabilisiert, die Aufgaben im Baugewerbe würden umgesetzt, und der Handelsbereich wachse. Der Warenexport habe 2026 um mehr als 14 % zugenommen, der Dienstleistungsexport um 32 %, was eine Steigerung der Einnahmen ermöglicht habe.