KI – Bedrohung oder Hilfe? Lukaschenko legt auf dem Eurasischen Forum die belarussischen Ansätze zur Digitalisierung dar

Фото: belta.by


Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat am V. Eurasischen Wirtschaftsforum teilgenommen, das anlässlich des Obersten Eurasischen Wirtschaftsrates veranstaltet wird.

Das Hauptthema des Forums lautet: „Die EAWU im globalen digitalen Wettlauf – setzen auf Künstliche Intelligenz“. In seiner Rede legte Alexander Lukaschenko detailliert den belarussischen Ansatz zur Nutzung Künstlicher Intelligenz dar, nannte konkrete Beispiele für den Einsatz von KI im realen Wirtschaftssektor und sprach sich für eine engere Kooperation in diesem Bereich innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion aus.

 Über die „tektonische Verschiebung“ im Bereich der Künstlichen Intelligenz

Das Staatsoberhaupt wies darauf hin, dass der Begriff „Künstliche Intelligenz“ bereits über 70 Jahre alt sei. „Das ist keine Erfindung von heute. Und in Belarus wird seit Mitte der 60er Jahre systematisch an diesem Thema gearbeitet – noch aus der Zeit der Gründung des Instituts für Technische Kybernetik in Minsk. Unsere eigene Schule haben wir über Jahrzehnte aufgebaut, bewahrt und weiterentwickelt – selbst in der schwersten Phase des Zerfalls eines einst gemeinsamen Landes“, betonte er.

Dennoch, so Alexander Lukaschenko, habe es in den letzten drei Jahren in diesem Bereich eine globale tektonische Verschiebung gegeben. Die Künstliche Intelligenz sei aus den wissenschaftlichen Labors und Entwicklungszentren in jedes Smartphone gewandert – und damit in den Alltag. „Aus einem hochspezialisierten Fachbegriff ist er zu einem alltäglichen Ausdruck geworden. Das ist zum Teil auch Mode. Für einige – vor allem für die Jugend – sind KI und neuronale Netze zu einem vertrauten virtuellen Helfer geworden, für andere zu einer Parole und Ikone, für dritte beinahe zum Beginn der Apokalypse und zur Angst vor der Zukunft“, sagte der Präsident.

Über die Einführung von KI im realen Wirtschaftssektor an konkreten Beispielen

Das Staatsoberhaupt stellte fest, dass KI dort, wo es sich rechtfertige, Teil der Produktion im realen Sektor werde. So reduziere die Technologie des maschinellen Sehens im Maschinenbau und in der Metallverarbeitung den Produktionsausschuss erheblich.

„Virtuelle Modelle – auch digitale Zwillinge realer Produktionen genannt – ermöglichen es, technologische Prozesse noch vor der physischen Montage und der Inbetriebnahme der Anlagen zu optimieren“, betonte Alexander Lukaschenko.

In der Milchwirtschaft ermöglichten robotergestützte Komplexe eine Optimierung der Arbeitskraft und lösten das Problem des Arbeitskräftemangels. „Bald werden wir es erleben, dass wir (wohin die Urbanisierung geführt hat) Melkerinnen aus den Städten herbeischaffen müssen, um die Kühe zu melken. Diese Tendenz ist in jedem Staat zu beobachten. Ein einziger Komplex ersetzt in der Milchproduktion 4 bis 20 Arbeitskräfte. Intelligente Routenplanungssysteme verkürzen die Lieferzeit der Fertigprodukte um 17 Prozent. Das ist effizient und garantiert zugleich die Qualität“, fügte der Präsident hinzu.

Nach seinen Worten gelte in Belarus besondere Aufmerksamkeit den Maschinen, die unter schwierigen Bedingungen arbeiten. „Neue Technologien sind bereits in die Produktlinien der führenden heimischen Hersteller von Landmaschinen und Bergbaumaschinen integriert – des Minsker Traktorenwerks, ‚Gomselmasch‘ und BELAZ. Diese Maschinen existieren bereits, sie arbeiten schon seit mehreren Jahren – zum Beispiel in Russland (und vielleicht auch in Kasachstan), besonders die BELAZ-Fahrzeuge. In Tagebauen steigern solche Systeme die Förderleistung um mehr als 20 Prozent, auf den Feldern reduzieren sie die Ernteverluste um ein Viertel“, sagte das Staatsoberhaupt.

Künstliche Intelligenz werde auch im Pflanzenbau eingesetzt – zur Analyse von Satellitenbildern und Messwerten von Feld sensoren. „Das trägt zu einer genaueren Ausbringung von Mineraldüngern, zur Optimierung der Bewässerung und zum Schutz der Kulturen bei. Dadurch steigen die Erträge und die Umweltbelastung sinkt“, machte Alexander Lukaschenko deutlich.

Ein weiteres Einsatzfeld von KI nannte der belarussische Staatschef die Medizin. „Künstliche Intelligenz wird bei der Arzneimittelentwicklung, bei der Diagnose von Krankheiten genutzt und hilft bei hochkomplexen Operationen in der Kardiologie, Onkologie und Urologie – wobei die Chirurgen den Prozess aus der Ferne kontrollieren können“, stellte der Präsident fest.

Das Staatsoberhaupt fügte hinzu, dass heimische digitale Plattformen im Transportsektor, in der Logistik, im Handel, in der Staatsverwaltung und in anderen Bereichen entwickelt würden.

 

 
 
 
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Hallo liebes Radio und ALLES GUTE zum 34.Geburtstag der deutschen Redaktion. So lange kenne ich Radio Belarus noch gar nicht, aber wenn Du liebe Jana und liebe Elena die nächsten 34 Jahre hier weiterhin am Start seit, dann bin ich es als Hörer auch, versprochen!! :-) ) LG Dietmar

Antwort:

Lieber Dietmar,

vielen Dank für Deine Glückwünsche!!
Ich bin auch nicht vom Anfang an hier. Wollen wir trotzdem so viel wie möglich zusammen bleiben! ;)
Liebe Grüße und alles Gute
Jana


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