Фото: belta.by
Das belarussische Außenministerium hat von einem intensiven, nicht-öffentlichen Dialog mit westlichen Partnern gesprochen. Der stellvertretende Außenminister Igor Sekreta äußerte sich dazu in einem Interview mit dem Fernsehsender „Erster Informationskanal“.
„Der nicht-öffentliche Dialog war im vergangenen Jahr sehr intensiv. Wir treffen uns regelmäßig mit unseren Kollegen, den Leitern der politischen Abteilungen und den stellvertretenden Ministern in den Hauptstädten und bei internationalen Organisationen. Das wird nicht öffentlich gemacht. Wir erörtern ein breites Spektrum an Themen – von Politik und Wirtschaft bis hin zum Widerstand gegen einseitige Zwangsmaßnahmen. Wir bringen unsere Positionen und Meinungen zum Ausdruck, diskutieren und sind uns auch nicht immer einig“, sagte Igor Sekreta.
Seinen Angaben zufolge hat die Sichtweise von Belarus im vergangenen Jahr deutlich an Akzeptanz und Verständnis gewonnen und findet nun Gehör. „Ja, wir konnten die Politik einzelner westlicher Staaten vielleicht nicht vollständig ändern. Aber die Tatsache, dass unsere Kollegen nun die Gespräche über vertraute und normale Themen wie Wirtschaft, kulturelle Zusammenarbeit und andere Ressorts fortsetzen, sagt schon vieles“, bemerkte der Vize-Minister.
Igor Sekreta führt diese Entwicklungen auf die Erkenntnis zurück, dass die jüngsten westlichen Sanktionsrunden ihre Wirkung verloren haben. „Sie sehen, dass unter anderem Unternehmen in ihren Ländern wirtschaftliche Verluste erleiden. Und tatsächlich bietet der Aufbau normaler Kontakte und die Aufrechterhaltung eines normalen, zivilisierten Handels mehr Vorteile als die Aufrechterhaltung von Sanktionen“, sagte er.
Darüber hinaus merkte der stellvertretende Minister an, dass sich alle Akteure in der Region Sorgen um die globale Sicherheit machen.
Zum jüngsten Telefongespräch zwischen den Präsidenten von Belarus und Frankreich, Alexander Lukaschenko und Emmanuel Macron, das von französischer Seite initiiert wurde, erklärte der stellvertretende Außenminister, es sei grundsätzlich positiv zu bewerten. Es sende ein Signal und einen starken Impuls, damit bestimmte Fragen anschließend auf Ressortebene geklärt werden könnten.
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