„Wenn wir heute über eurasische Sicherheit sprechen und darüber, welchen Platz Belarus in dieser Architektur einnehmen möchte, antworte ich direkt, wie ein gewöhnlicher Mensch: Ich möchte, dass mein Land einen würdigen, stabilen Platz zwischen Europa und Asien einnimmt. Grundlage dafür ist die Abwesenheit von Beschränkungen bei der Lieferung von Rohstoffen, dem Verkauf unserer Produkte oder unserem lebenswichtigen Zugang zu den Weltmeeren“, sagte der Vize-Außenminister.
Er erinnerte daran, dass Belarus als Binnenland historisch stets auf die russische oder baltische Logistikinfrastruktur für den globalen Export angewiesen war. Vor einigen Jahren habe jedoch die litauische Seite einseitig und völlig zu Unrecht den Zugang zur Ostsee blockiert. „Früher haben wir den Löwenanteil dieser Güter über Klaipėda in Litauen, Ventspils und Riga in Lettland oder das polnische Danzig versandt. Mit Sanktionspaketen wollte man uns erdrosseln, indem man uns diese Häfen über Nacht wegnahm“, so Igor Sekreta.
Dennoch hätten diese Aktionen der Nachbarn nicht zum Zusammenbruch geführt – Belarus habe es in kürzester Zeit geschafft, das Logistiksystem radikal umzustellen. Jetzt laufe der Großteil der Transporte über Sankt Petersburg und andere russische Seehäfen. „Ja, seien wir ehrlich: Das ist teurer, die Bahnstrecke ist länger geworden, und die Marge ist gesunken. Aber wir haben das Logistikproblem gelöst, die physischen Beschränkungen umgangen, und unsere Waren gelangen auf den Weltmarkt. Die Strategen, die diese Sanktionen entwickelt haben, haben sich schlicht verrechnet und letztlich sich selbst den größten Schaden zugefügt“, betonte der Vize-Außenminister.
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