„Wir sind wettbewerbsfähig“. Lukaschenko fordert, LED-Lampen-Markt aktiver zu erschließen

Фото: belta.by


 

Belarus müsse den Markt für LED-Lampen aktiver erschließen – dafür gebe es sowohl Fachkräfte als auch Kompetenzen. Das erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko am 30. Juli bei einer Beratung über die Entwicklungsperspektiven des Konzerns „Horizont“, einschließlich des Elektrolampenwerks Brest.

Vor den Beratungen hatte sich Lukaschenko selbst ein Bild von der Arbeit des Elektrolampenwerks gemacht. Zwar sei die Lage dort schwierig und die Modernisierung stehe erst am Anfang, doch die Chance auf einen Neustart sei noch nicht vertan, gab er zu bedenken. Angesichts des weltweiten Trends zur grünen Wirtschaft vollziehe sich überall der Abschied von der Glühlampe, die Nachfrage konzentriere sich heute auf LED-Produkte.

„Ohne Licht und ohne Leuchtmittel läuft nichts. Deshalb muss sich dieses Unternehmen entwickeln – dieses Produkt ist wie Brot, es wird immer gebraucht“, betonte der Präsident.

Die Lage beim Brester Elektrolampenwerk wird von Fachleuten als schwierig beschrieben – doch nach dem, was der Präsident bei seinem Besuch vor Ort gesehen hat, sei sie nicht dramatischer als auf manchem Milchviehbetrieb. Wer also auf Schwierigkeiten verweise, solle lieber anpacken und den Druck erhöhen – allen voran auf den Betriebsleiter. „Ergebnisse müssen her“, forderte Lukaschenko unmissverständlich. „Mit wem ihr das erreicht, ist eure Sache.“

Als zentrale Probleme nannte die Beratung hohe Lagerbestände und einen zu geringen Lokalisierungsgrad. In den vergangenen fünf Jahren habe es keine größeren Modernisierungsschritte gegeben – die Arbeiten dafür hätten erst vor Kurzem begonnen. 

„Wir haben Zeit verloren, jetzt müssen wir Tempo machen“, gab der Staatschef vor. „Die Chance ist noch da.“

Der Markt verlange heute eindeutig LED-Lampen, während die klassischen Glühbirnen praktisch ausgedient hätten. Die weltweite Umstellung auf energieeffiziente Beleuchtung sei nicht nur eine Frage der grünen Ideologie, so Lukaschenko. Er relativierte: „In Europa wird die grüne Wirtschaft fast wie eine Ikone verehrt, während Trump in Amerika sagt, das sei alles Unsinn. Aber darum geht es nicht. Entscheidend ist: LED-Lampen sind schlicht effizienter und wirtschaftlicher.“

In Belarus und Russland ist die Produktion von Glühlampen über 100 Watt bereits seit fast 15 Jahren verboten. „Und genau das war das Hauptprodukt dieses Werks“, stellte der Präsident fest. „Dort wird es kein Wachstum mehr geben.“ Gleichwohl halte er es für richtig, die Glühlampenfertigung nicht von heute auf morgen einzustellen, solange es noch eine gewisse Nachfrage gebe. Aber der Schritt zu moderneren Produkten müsse konsequent vollzogen werden. Dafür laufe bereits die Modernisierung mit neuen Anlagen und Linien. „Wenn dafür überschaubare Kredite nötig sind, werden wir finanzieren – für alle Projekte. Aber unter einer Bedingung: Ihr nehmt heute das Geld, und morgen habt ihr es zurückgezahlt“, betonte Lukaschenko.

Zunächst müsse jedoch klar sein, welche Bauteile für LED-Lampen künftig im eigenen Land produziert werden können. Fachleute halten die Fertigung von LEDs für wirtschaftlich nicht sinnvoll – Import sei günstiger. Der Präsident forderte daher eine Entscheidung: „Legt fest, was wir in dieser Lampe selbst machen – und was nicht. Was wir nicht können oder was zu teuer ist, kaufen wir zu. Aber bedenkt: Der Importanteil macht 60 Prozent oder mehr am Preis einer LED-Lampe aus. Wenn ihr etwas selbst herstellen wollt – sagt es. Dann nehmen wir dieses Projekt in Angriff.“

 

Zumal der Markt für diese Lampen riesig sei, aber auch der Wettbewerb hoch. Allein im Raum des Unionsstaates würden jährlich etwa 350 Millionen LED-Lampen verschiedener Modelle und Verwendungszwecke benötigt. Derzeit gingen etwa 95 Prozent der Exporte des Werks nach Russland. „Wohin, ist egal. Man muss an die verkaufen, die zahlen“, sagte der Präsident dazu.

„Können wir wettbewerbsfähig sein? Ja, das sind wir. Fachkräfte und Kompetenzen sind vorhanden“, betonte Alexander Lukaschenko.

Allein in der Region Brest seien vier Unternehmen mit LED-Produkten tätig.

Im staatlichen Sektor seien der Konzern „Horizont“ und das Industrieministerium für die Entwicklung dieses Segments zuständig. Der Präsident hatte zudem den Vorsitzenden des Exekutivkomitees des Gebiets Brest beauftragt, diese Produktion persönlich zu kontrollieren. „Aber besonders viel Schwung hat man hier nicht gebracht, wie man an diesem Betrieb sieht“, bemerkte das Staatsoberhaupt.

Um die Kapazitäten des Werks auszulasten, habe man hier die Schraubenmontage von Geräten organisiert, die der Konzern „Horizont“ herstellt. Als vorübergehende Maßnahme sei das möglich, so der Präsident, aber man dürfe den Hauptzweck des Werks – Elektrolampen – nicht aus den Augen verlieren. „Nach diesen Plänen haben wir uns erst in diesem Jahr zu regen begonnen. Wir müssen Tempo aufnehmen. Mehr noch: Die wirtschaftliche Lage ist derzeit günstig – bei richtiger Herangehensweise können wir mit allen problemlos konkurrieren.“

 
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Hallo liebes Radio und ALLES GUTE zum 34.Geburtstag der deutschen Redaktion. So lange kenne ich Radio Belarus noch gar nicht, aber wenn Du liebe Jana und liebe Elena die nächsten 34 Jahre hier weiterhin am Start seit, dann bin ich es als Hörer auch, versprochen!! :-) ) LG Dietmar

Antwort:

Lieber Dietmar,

vielen Dank für Deine Glückwünsche!!
Ich bin auch nicht vom Anfang an hier. Wollen wir trotzdem so viel wie möglich zusammen bleiben! ;)
Liebe Grüße und alles Gute
Jana


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