„Um jeden Preis wiederbeleben“: Lukaschenko über Rückgewinnung betroffener Polesje-Böden

Фото: belta.by


 

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat beim Besuch des Kreises Narowlja darauf aufmerksam gemacht, dass man die von der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen Territorien der Polesje-Region wieder in die landwirtschaftliche Nutzung rückführen soll. 

Der Präsident wurde über die aktuelle landwirtschaftliche Lage im Kreis Narowlja unterrichtet. Ihre Besonderheit besteht darin, dass auf einem Teil der Ackerflächen Betriebe des Kreises Mosyr wirtschaften. Diese Flächen waren seinerzeit an leistungsfähigere, finanziell stabile Landwirtschaftsbetriebe übertragen worden, die in der Lage waren, sie zu bewirtschaften – wie im Falle des Milchviehbetriebs „Budki“, der sich im Kreis Narowla befindet, während sein Mutterbetrieb, die Versuchswirtschaft „Krinitschnaja“, im Kreis Mosyr liegt.

Ein weiteres Thema war die Vergrößerung der Flächen durch die Rückführung der nach dem Tschernobyl-Unfall betroffenen Böden in die landwirtschaftliche Nutzung. Im gesamten Gebiet Gomel kamen auf diese Weise innerhalb eines Jahres 1.300 Hektar hinzu. „Wir müssen diese Böden wiederbeleben. Koste es, was es wolle – wir müssen zu jenen Böden zurückkehren, die wir zu Sowjetzeiten hatten. Und das können wir schaffen“, betonte Alexander Lukaschenko.

„Diese sogenannten Tschernobyl-Böden … Sie heißen ‚sogenannt‘, weil ich mich noch daran erinnere, wie damals Politik daraus gemacht wurde, wie man sie aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen hat. Und heute ist es nicht einfach, sie wieder nutzbar zu machen“, bemerkte das Staatsoberhaupt. „Wir haben ein bestimmtes Schema, ein System entwickelt. Man muss sich den Kreis ansehen, die Böden, die Anzahl der Hektar, und dann Milchwirtschaftsbetriebe bauen. Denn um einen Komplex herum herrscht immer eine gute Ordnung. Vieh braucht Futter, also wird das Land ordentlich bearbeitet.“

„Wenn ihr auf dem Land so wirtschaftet wie heute … Und ihr habt die Meliorationsarbeiten durchgeführt, hinter der Prypjat herrscht hier eine ideale Ordnung. Diese Regionen weisen ein sehr hohes landwirtschaftliches Niveau auf den Böden auf. Ein sehr hohes Niveau. Wenn es überall so wäre“, sagte der belarussische Staatschef. 

„Wir tun alles, damit es überall so ist. Klar, es gibt noch einiges zu tun“, antwortete der Vorsitzende des Gebietsexekutivkomitees Gomel, Iwan Krupko.

Der Präsident wies auf die wechselseitige Abhängigkeit der landwirtschaftlichen Bereiche – Pflanzenbau, Tierhaltung, Versorgung mit Futtergrundlage und Düngemitteln – hin, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Ein weiteres Objekt, das das Staatsoberhaupt während seiner Arbeitsreise besuchte, war der Sowchose-Kombinat „Sarja“. Der Präsident erinnerte daran, wie er seinerzeit die Entscheidung getroffen hatte, die Ländereien im Kreis Narowla an die „Sarja“ zu übergeben, die sich damals stabil entwickelte. So entstand ein vereinigter landwirtschaftlicher Betrieb mit einer Fläche von über 11.500 Hektar. „Gut, dass ihr diese Böden rund um Narowlja übernommen habt. Ich war besorgt. Ich dachte mir, womögliche eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Aber was dabei rauskam, ist gut so. Und der Gouverneur sagt auch, dass ihr gute Arbeit leistet“, bemerkte Alexander Lukaschenko.

Der Präsident machte sich mit dem Maschinen- und Traktorenpark des Landwirtschaftsbetriebs im Kreis Narowla sowie mit der Organisation der Arbeit auf dem Maschinenhof vertraut. Hier werden unter recht einfachen Bedingungen nicht nur kleinere Reparaturen an den Geräten durchgeführt, sondern auch aufwendigere Arbeiten. Dafür ist alle notwendige Ausrüstung vorhanden. „Da muss man sich eine Scheibe von abschneiden!“, lobte der Präsident. „Prima! Alles kompakt, nichts Überflüssiges. Ein idealer Maschinenhof.“ Das Staatsoberhaupt beauftragte, diese Erfahrung auch in anderen Betrieben ähnlicher Größenordnung zu nutzen.

Alexander Lukaschenko sprach mit einem der Arbeiter, der als bester Dreher im Kreis vorgestellt wurde. Der Präsident betonte, dass solche Facharbeiter unbedingt als Mentoren, als Lehrer arbeiten sollen, um ihre Kenntnisse der neuen Generation weiterzugeben 

Darüber hinaus wurde dem Präsidenten die im Betrieb angewandte Technologie des Quetschmaises bei der Futtergewinnung erläutert. Dieses Verfahren ist wirtschaftlicher als das Zerkleinern oder das Schrotten, bei denen der Mais zunächst getrocknet werden muss, was zusätzliche Kosten verursacht. Der gequetschte Mais wird mit einem Konservierungsmittel versetzt und in speziellen Schläuchen eingelagert. Dieses Futter eignet sich sowohl für die Schweine- als auch für die Rinderfütterung. In der vergangenen Saison hat die „Sarja“ die Menge an gequetschtem Mais vervierfacht, in diesem Jahr plant sie eine weitere Steigerung. „Ausgezeichnet, eine gute Technologie“, sagte das Staatsoberhaupt. „Ganz richtig. Bei solchen Anbauflächen und dieser Ausrichtung auf den Mais ist das eine großartige Sache.“

„Wir tun alles, damit es überall so ist. Klar, es gibt noch einiges zu tun“, antwortete der Vorsitzende des Gebietsexekutivkomitees Gomel, Iwan Krupko.

Der Präsident wies auf die wechselseitige Abhängigkeit der landwirtschaftlichen Bereiche – Pflanzenbau, Tierhaltung, Versorgung mit Futtergrundlage und Düngemitteln – hin, um gute Ergebnisse zu erzielen.

 
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Hallo liebes Radio und ALLES GUTE zum 34.Geburtstag der deutschen Redaktion. So lange kenne ich Radio Belarus noch gar nicht, aber wenn Du liebe Jana und liebe Elena die nächsten 34 Jahre hier weiterhin am Start seit, dann bin ich es als Hörer auch, versprochen!! :-) ) LG Dietmar

Antwort:

Lieber Dietmar,

vielen Dank für Deine Glückwünsche!!
Ich bin auch nicht vom Anfang an hier. Wollen wir trotzdem so viel wie möglich zusammen bleiben! ;)
Liebe Grüße und alles Gute
Jana


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