Künstliche Intelligenz sei für Belarus kein Selbstzweck und keine Modeerscheinung, sondern ein angewandtes Werkzeug, das zum Wohle der Menschen und der Produktion arbeiten müsse. Das erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko auf dem 5. Eurasischen Wirtschaftsforum in Astana.
Laut dem Staatschef beruhe der belarussische Ansatz zur Nutzung Künstlicher Intelligenz auf zwei zentralen Grundsätzen. „Erstens: Künstliche Intelligenz ist für uns kein Selbstzweck, keine Modeerscheinung und kein Grund, um der Hype hinterherzujagen und auf jahrzehntelang erprobte Praktiken zu verzichten. Es ist vor allem ein angewandtes Werkzeug, das wirklich zum Wohle der Menschen und der Produktion arbeiten muss, um die Effizienz der Wirtschaft und die Lebensqualität der Bürger zu steigern“, erklärte Alexander Lukaschenko.
„Zweitens haben wir längst unseren eigenen Weg in der digitalen Entwicklung gewählt und folgen ihm. Das bedeutet, wir verzichten auf das blinde Kopieren ausländischer Technologien und Spielregeln zugunsten des Aufbaus eigener Kompetenzen und eigener Lösungen“, betonte er.
Der Präsident wies darauf hin, dass Belarus bereits 2005 – als erstes Land im postsowjetischen Raum – den Hochtechnologiepark gegründet habe. Gegenwärtig umfasse dieser mehr als tausend Residenten und über 60.000 Beschäftigte. „Der Park generiert fast 3 Prozent des BIP (2,7 Prozent im Jahr 2025; der Gesamtumsatz belief sich auf 3 Milliarden US-Dollar) und rund 17 Prozent des Dienstleistungsexports (genauer 16,6 Prozent oder fast 2 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr)“, sagte Alexander Lukaschenko.
„In Belarus wurde ein Mustergesetz über Künstliche Intelligenz-Technologien ausgearbeitet. 2025 wurde es von der Interparlamentarischen Versammlung der GUS gebilligt“, stellte der belarussische Staatschef fest. „Die entsprechende Thematik wird von unserer akademischen Gemeinschaft erforscht; an den Universitäten entstehen neue Kurse und Studiengänge, und es werden nationale Standards entwickelt.“

