Фото: belta.by
Die Delegationen der Ständigen Vertretungen von Belarus und der Russischen Föderation bei der OSZE haben am 22. Juni anlässlich des 85. Jahrestags des Beginns des Großen Vaterländischen Krieges eine gemeinsame Erklärung abgegeben. Dies berichtet BELTA unter Berufung auf das belarussische Außenministerium.
„Am 22. Juni 1941 griffen Hitlers Truppen den Sowjetunion hinterrücks an. Der Große Vaterländische Krieg begann. Die von einigen OSZE-Teilnehmerstaaten vertretene blasphemische und unwissenschaftliche These von der ‚gleichen Verantwortung‘ der UdSSR und Nazi-Deutschlands für den Ausbruch des Krieges ist inakzeptabel. Die Expansionsbestrebungen der Anhänger der Ideologie des Nationalsozialismus und des Menschenhasses, die zur größten Tragödie der Geschichte geführt haben, sind nicht zu rechtfertigen“, heißt es in dem Dokument.
„Wir werden die Erinnerung an die 27 Millionen sowjetischen Bürger, die in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges ums Leben kamen, für immer bewahren. Die Vertreibung und Ausrottung der Zivilbevölkerung durch die Nazis und ihre Komplizen, die unter anderem im Urteil des Nürnberger Tribunals festgehalten sind, müssen als Völkermord an den Völkern der Sowjetunion gewertet werden. Wir werden nicht zulassen, dass die Heldentaten der Roten Armee in Vergessenheit geraten, die entscheidend zur Zerschlagung des nationalsozialistischen Dritten Reiches und zur Befreiung der europäischen Staaten von den Schrecken des Faschismus und des Nationalsozialismus beigetragen und den Völkern und Ländern eine Chance auf Freiheit und Wohlstand gegeben hat“, wird in der Erklärung betont.
Belarus und die Russische Föderation verurteilen entschieden jede Form der Verherrlichung der nationalsozialistischen Bewegung, der Schönfärbung ehemaliger Mitglieder der Organisation „Waffen-SS“ und ihrer Komplizen sowie die Duldung neonazistischer Äußerungen. Beide Länder wenden sich gegen den von einigen OSZE-Teilnehmerstaaten geführten „Krieg“ gegen Denkmäler für die Befreier und gegen Gemeinschaftsgräber.
Die Manipulation des historischen Gedächtnisses und das Anbiedern bei Anhängern der nationalsozialistischen Ideologie aus eigennützigen Interessen und aus politischer Opportunität drohen mit einer Wiederholung einer Tragödie, die dem Zweiten Weltkrieg gleichkommt.
„Es ist unsere gemeinsame Pflicht, das historische Gedächtnis zu bewahren, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und alles in unserer Macht Stehende zu tun, um Erscheinungsformen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Neonazismus entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang betonen wir die Bedeutung der am 15. Dezember 2025 verabschiedeten Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen ‚Bekämpfung der Verherrlichung des Nationalsozialismus, des Neonazismus und anderer Praktiken, die zur Eskalation moderner Formen von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit verbundener Intoleranz beitragen“. „Der besiegte Nationalsozialismus darf nicht wieder den Kopf erheben“, heißt es in der Erklärung.
FM-Sender und –Frequenzen:
Rakitniza - 106.2 MHz
Grodna - 95.7 MHz
Swislatsch - 104.4 MHz
Geraneni - 99.9 MHz
Braslaŭ - 107.7 MHz
Mjadsel’ - 102.0 MHz