Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ist kein Anhänger der Idee, sehr große Agrarbetriebe und Viehzuchtkomplexe zu schaffen. Das erklärte er während seiner Arbeitsreise in den Kreis Usda, wo er den Betrieb „BelInterGen-Agro“ besuchte.
Während des Besuchs brachte Alexander Lukaschenko im Gespräch mit der Betriebsleitung seinen Standpunkt in Bezug auf die Größe der Viehzuchtkomplexe zum Ausdruck. Der Direktor von „BelInterGen“ Iwan Kyssa vertrat die Auffassung, dass ein Komplex mindestens 2.000 Tiere umfassen sollte.
In diesem Zusammenhang hat Alexander Lukaschenko seine eigene Meinung geäußert, die er jedoch keineswegs aufzwingen möchte: „Ich höre das, ich stelle mich nicht dagegen, aber ich bin grundsätzlich kein Anhänger von der Zusammenlegung von Betrieben... Unsere Leute sind nun einmal so. Sie wollen ihren Leiter sehen und hören, sie wollen mit ihm reden. Das ist Psychologie. Das ist wichtig.“
Zweitens, so der Präsident weiter, bedeuten riesige Komplexe auch große Abfallmengen. Alexander Lukaschenko betont, dass er ein Mensch sei, dem die Natur am Herzen liege.
„Deshalb bin ich kein Befürworter von Großanlagen. Aber es wird gesagt, dass das wirtschaftlich vorteilhaft ist. Ich bin der Meinung: Wirtschaft ist Wirtschaft, aber die Menschen sind wichtiger, die Bedingungen und so weiter – man muss schließlich hier leben. Aber ich verstehe auch, dass wir nicht zurückbleiben dürfen. Denn die Wahnsinnigen in Amerika und Europa achten nicht darauf – sie gehen ihren eigenen Weg, ihnen ist alles egal“, sagte das Staatsoberhaupt.
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